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23.09.2012

14:09 Uhr

Geldanlage für Kinder

Schnuller, Schultüte und Sparplan

VonJulia Rotenberger

Nicht nur Liebe und Geduld, auch eine solide Finanzvorsorge gehören beim Nachwuchs heute zur Grundausstattung. Doch nicht jede Geldanlage eignet sich auf lange Sicht für die Kleinen.

Ein Fünfjähriger zählt sein Erspartes. Bei Geldanlagen für Kinder sollten Eltern die Laufzeit der Anlage beachten - und die eigene Bereitschaft zum Risiko. dpa

Ein Fünfjähriger zählt sein Erspartes. Bei Geldanlagen für Kinder sollten Eltern die Laufzeit der Anlage beachten - und die eigene Bereitschaft zum Risiko.

DüsseldorfKommt ein Baby zur Welt, ist oft nicht nur die Freude groß, sondern auch der Geldsegen. Großeltern, Tanten und Onkel sind schnell dabei, den Nachwuchs finanziell zu unterstützen. Und auch zum Schulanfang wandert oft Bares in die Taschen der Kleinen. Damit das Geld nicht einfach durch die Hände rinnt, sollten Eltern früh überlegen, wie sie es investieren.

„Die Geburt ist tatsächlich der beste Zeitpunkt zum Anlegen“, sagt Annabel Oelmann, Finanzexpertin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Dann sei das Zeitfenster zum Sparen am größten und viele Verwandte wollen sich beteiligen.

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Sie sind die Kunden und Anleger von morgen, doch von Finanzfragen haben viele Jugendliche keine Ahnung. Manche sind sogar schon verschuldet. Die Schulen scheinen überfordert – da braucht es Eigeninitiative der Eltern.

Auch risikoreiche Geldanlagen wie Wertpapierfonds kommen für die Eltern dann in Frage. Allerdings: „Wer keine ruhige Nacht mehr damit verbringen kann, für den ist das die falsche Geldanlage“, so Oelmann.

Bevor das Geld für die Kleinen also aufs Konto oder in den Fond wandert, sollten sich Eltern einigen, welches Sparziel sie haben, wie viele Verluste sie in Kauf nehmen wollen und  wie schnell sie im Zweifel an das Ersparte des Kindes herankommen möchten.

Kommentare (8)

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ratlos

18.09.2012, 09:25 Uhr

Ich habe gesehen, dass der Autor Heiko Schrang vor kurzem 11 Fragen, die alle Deutschen bewegen, in einem Interview beantwortet hat. http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/145/11-fragen-die-die-deutschen-bewegen.php Lesens- und nachdenkenswert!

Riesterfreund

18.09.2012, 09:54 Uhr

Habe selten soviel Blödsinn auf einmal gelsen - und das in einer Wirtschaftszeitung. Richtig ist, beim Sparen früh anfangen, der Zinseszinseffekt wirkt Wunder. Da ist aber schon das Problem, bei der Empfehlung Banksparplan, Tagesgeldkonto oder gar Sparbuch gibt es praktisch keinen Zinseszinseffekt, da es hier kaum Zinsen gibt. Aktuell weit unter der Inflationsrate, d.h. man spart sich arm. Auch die richtige Empfehlung Fondssparplan wird ergänzt mit der idiotischen Formulierung lieber Mischfonds mit Anleihen!!! da gibt es weniger Schwankungen. Hallo? Anleihen? Jetzt? Und wer den Cost-Average-Effect auch nur minimalst verstanden hat weiß, Schwankungen ist genau das, was langfristig Geld bringt. Also bitte jetzt Aktienfonds. Auch die pauschale Kritik an fondsgebunden Rentenversicherungen kann ich nicht nachvollziehen. Neben dem Vorteil der Fondsanlage gibt es hier riesige Steuervorteile. So fällt keine Abgeltungssteuer an und hält der Sparer bis zum 62. Lebensjahr durch sind die Hälfte der Gewinne sogar steuerfrei. Kosten? Auch vergleichbare Anlagen wie Fondsparpläne haben Kosten, z.B. den Ausgabeaufschlag. Dieser wird bei jedem Fondswechsel erneut fällig, innerhalb einer FRV gibt es keinen Ausgabeaufschlag. Tauscht man daher im langen Sparverlauf ein paar mal, was ja sehr wahrscheinlich ist, ist die FRV deutlich günstiger. Entscheidend ist, für unterschiedliche Zwecke auf verschieden Weise zu sparen. Also, für kurzfristige Anschaffungen und Geschenke kann es ein Tagesgeldkonto sein, da sind die Zinsen egal und Flexibilität ist King. Wer aber für seine Sprösslinge ein Vermögen aufbauen will oder ihnen den Weg in die Altersarmut ersparen möchte, sollte zu renditestärkeren Produkten wie Fondssparplänen oder fondsgebunden Versicherungen greifen. Und bitte, bitte mit Aktien, nur so trotzt man der Inflation. Alle langfristigen Studien zeigen das, Sachwert schlägt Geldwert.

Aktienfreund

18.09.2012, 10:26 Uhr

Was Aktien berifft bin ich Ihrer Meinung. Allerdings bin ich mit Ihrer Aussage, dass bei FRV kein Ausgabeaufschlag (AA) anfällt nicht einverstanden. Dieser fällt auch hier an. Bei Wechsel fällt dieser nur dann an, wenn man aus einem Fonds mit niedrigerem in einen mit höherem AA wechselt. So ist es zumindest in den Allgemeinen Versicherungsbedingugen von vielen Verscihcerungsgesellschaften beschrieben. Auf lange Sicht hat ein AA auf Saprergebniss einen geringen Einfluss. Am meisten wird die Rendite durch eine Verwaltungsgebühr (VG) beeinflusst. Je höher die VG beim gleichhohen AA desto geringer die Sparsumme am Ende. Viele Menschen sehen nur den AA, da dieser sofort ausgewiesen (durch unterschiedliche Rücknahme- und Ausgabekurse) wird. Sie orientieren sich auch an der Höhe, denn 5% AA klingen viel als 1,5% p.a. VG. Die Hochrechnungen zeigen aber klares Bild, bei 5% AA und 0% p.a. VG habe ich ein ungleich höhere Sparsumme am Ende, als mit 0% AA und 1,5% p.a. VG.

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