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15.09.2012

13:26 Uhr

Geldanlage

Raus aus dem Euro – so geht's

VonAnke Rezmer

Die unsichere Zukunft des Euros befeuert Investitionen in fremde Währungen. US-Dollar, Schweizer Franken und britisches Pfund sollen Anleger vor Verlusten schützen. Doch die Streuung eines Depots ist aufwendig.

Die Währungszeichen in einer Bank in Hong Kong. Die unsichere Zukunft des Euros befeuert die Investitionen in Pfund und Dollar. dapd

Die Währungszeichen in einer Bank in Hong Kong. Die unsichere Zukunft des Euros befeuert die Investitionen in Pfund und Dollar.

FrankfurtReiche tun es, Vermögensberater empfehlen es: einen Teil ihres Finanzvermögens nicht in Euro anzulegen. Zu unsicher ist vielen die Zukunft der Euro-Zone und ihrer gemeinsamen Währung. Ohnehin gehört es zu den Grundregeln umsichtigen Geldanlegens, nicht alles auf eine Karte zu setzen und damit das Risiko eines Verlusts im Depot zu verringern. Dazu gehört auch, in verschiedenen Regionen zu investieren. Eine solche Diversifikation über Länder und Währungen bietet vor allem Sicherheit. Denn die Wertentwicklung von Geldanlagen in verschiedenen Regionen unterliegt unterschiedlichen Einflüssen, so dass Anleger sich mit einem breit aufgestellten Depot wenig anfällig für Verluste machen. Allerdings erkennen Experten in bestimmten Ecken der Erde aktuell auch besondere Chancen.

Was aus 1.000 Euro in zehn Jahren wurde

Deutscher Aktienindex (Dax)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro

Dow Jones

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro

EuroStoxx 50

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro

Nikkei

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai B-Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro

MSCI Emerging Markets

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro

Gold

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro

Silber

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro

Öl

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro

Weizen

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro

Kaffee

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro

Staatsanleihen (Rexp)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro

Unternehmensanleihen (Citigroup World BIG Corporate Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro

Sparbuch

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)

Tagesgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent

Festgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent

Grundsätzlich sollte ein Depot – ausgerichtet nach der persönlichen Renditeerwartung und dem Risikoempfinden des Anlegers – über verschiedene Anlageklassen und auch Währungen gestreut sein, erklärt Peter Reichel, Leiter private Vermögensverwaltung bei der Hamburger Privatbank Berenberg. „Die Frage, welche Währungen ich in meinem Depot spielen will, ist auch die Frage, welche Risiken möchte ich eingehen?“, mahnt Tom Friess, Chef der unabhängigen Vermögensberatung VZ Vermögenszentrum in München. Denn man kauft sich Währungsschwankungen ins Depot. Selbst wenn sich der Euro gegenüber dem US-Dollar nur von 1,20 auf 1,30 Dollar erhole, bedeute das für einen Anleger aus der Euro-Zone einen Verlust von acht Prozent, sagt Friess.

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Anleger setzen vermehrt auf die Währungen von Dänemark, Norwegen und Schweden.

Aktuell bestimmen vor allem die Erwartungen über die weitere Entwicklung der europäischen Schuldenkrise den Fremdwährungsanteil im Depot. Und dies ist nach Ansicht der Anlageexperten höchst individuell. Für am wahrscheinlichsten halten viele Strategen, dass der Euro erhalten bleibt und das Vertrauen der Anleger auf die richtigen politischen Entscheidungen allmählich wieder zurückkehrt, auch wenn die Kapitalmärkte weiter stark schwanken dürften.

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Die Anforderungen der Schweizer Banken an deutsche Kunden steigen.

So empfiehlt Berenberg-Banker Reichel seinen Kunden, die nur mit begrenzten Verlusten leben können, einen Anteil Fremdwährungen im Depot von zehn bis fünfzehn Prozent. Auch Wolfgang Degenkolb, Leiter Vertrieb private Kunden bei der Frankfurter Sparkasse, stellt in Kundengesprächen ein solches Szenario in den Vordergrund. Wer einen langen Anlagehorizont hat und stärkere Kursausschläge verkraftet, kann nach Ansicht von Reichel auch stärker auf andere Währungen setzen. Vermögensberater Friess etwa steuert aktuell Kundenvermögen mit einem Fremdwährungsanteil von rund einem Drittel.

Kommentare (37)

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keeper

15.09.2012, 13:41 Uhr

Die FED und die BoE drucken nicht nur fleissig, sondern haben deren Volkswirtschaften auch noch ein gigantisches Handelsbilanzdefizit.

Euro gegen Pfund und/oder USD zu tauschen ist wahrlich vom Regen in die Traufe ...

Account gelöscht!

15.09.2012, 13:42 Uhr

ausgegangen)?
So ein Quatsch. Alle meine Einnahmen (Miete) und Ausgaben (Lifestyle) sind im Euro. Und der wird auch in 50 Jahren noch offizielles Zahlungsmittel in Deutschland sein.
Also warum soll ich mich als Devisenspekulant betätigen?

forzacolonia

15.09.2012, 13:47 Uhr

Die einfachste Methode außerhalb des Euros zu investieren, auf breite Streuung und solide Länder zu setzen ist ein Investment mit dem SOP NonEuroQualitätsanleihen (WKN A1JBZ7)

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