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18.08.2011

11:43 Uhr

Geldanlage

Wie Ihr Depot den Börsencrash überlebt

VonStefan Hajek, Heike Schwerdtfeger, Niklas Hoyer und Annina Reimann
Quelle:WirtschaftsWoche Online

Die Kursgewinne der letzten Jahre sind ausradiert, die Lage an den Märkten erinnert frappierend an den Crash nach der Lehman-Pleite im Spätsommer 2008. Mit welchem Mix Anleger am besten durch die nächsten Monate kommen.

USA und Europa haben ihre Schulden nicht im Griff. Die Börsen reagieren mit massiven Kursverlusten. Quelle: Reuters

USA und Europa haben ihre Schulden nicht im Griff. Die Börsen reagieren mit massiven Kursverlusten.

Düsseldorf, FrankfurtGold gilt seit Jahrhunderten als Krisenanker. Der Goldpreis stieg seit Anfang Mai in Euro um rund 20 Prozent. Die Börse aber, die seit mehr als zwei Wochen mit teils drastischen Verlusten aufwartet, hat die Gewinne vieler Anleger aus den letzten zwei Jahren ausradiert. Der Dax verlor von seinem Hoch Anfang Mai 2011 bei rund 7500 Punkten mehr als 20 Prozent, der Dow Jones in New York 15 Prozent.

„Beängstigende Parallelen zu den Monaten rund um den Lehman-Crash 2007 und 2008“, sieht der Vermögensverwalter Dieter Helmle. Wie damals hat der Dax zuletzt ein dreifaches Hoch markiert. Ganz so tief wie 2002 werde der Dax wohl dennoch nicht fallen, hofft Helmle, anders als damals seien die Versicherungen zuletzt kaum noch am Aktienmarkt aktiv gewesen, sie zumindest fielen als Großverkäufer also weg. Dies sei „die schwierigste Börsenphase meines Lebens“, gesteht Jens Ehrhardt, Gründer von DJE Kapital, einem der größten bankenunabhängigen Kapitalanlageunternehmen Europas und einer der erfahrensten Anleger. „Es ist alles so unkalkulierbar geworden“, klagt Ehrhardt, „von den Bewertungen her müsste die Börse eigentlich durchstarten, aber durch die Nullzinspolitik der Notenbanken sind die Preise grotesk verzerrt.“

Wenn schon die alten Hasen des Geschäfts nicht mehr durchblicken, wen wundert es da, dass die meisten Privatanleger der Börse längst den Rücken gekehrt haben. Dabei wäre gerade jetzt konsequentes Handeln gefordert. Denn die kommenden Monate werden aufregend und unsicher bleiben. „Der Markt hat seinen endgültigen Boden noch nicht gefunden; für eine Entwarnung ist es noch zu früh“, sagt Helmle. Warum Anleger trotzdem nicht auf Aktien verzichten sollten, wie sie jetzt sukzessive ein stabiles Depot aufbauen.

Kommentare (1)

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trader32

18.08.2011, 21:44 Uhr

25% Gold im Depot, ist klar:) Da kann ich mir auch ins Bein schießen. Alle Experten raten maximal einen Anteil von allen Rohstoffen am Depot von 5-20%. Es wäre unverantwortlich soviel Gold zu halten....

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