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06.03.2014

13:26 Uhr

Geldpolitik

Britische Notenbank hält Zinsen auf Rekordtief

Der britische Zentralbankchef Carney will die Leitzinsen nicht mehr an die Arbeitslosigkeit koppeln, sondern an die Auslastung der Wirtschaft. Trotz des Aufschwungs hält er deshalb an den niedrigen Zinsen fest – vorerst.

Mark Carney – will die Zinsen erhöhen, sobald sich der Aufschwung gefestigt hat. Reuters

Mark Carney – will die Zinsen erhöhen, sobald sich der Aufschwung gefestigt hat.

LondonTrotz anziehender Wirtschaft hält die britische Notenbank die Zinsen niedrig. Der Schlüsselzins bleibt auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent, wie die Bank of England (BoE) am Donnerstag nach der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses in London mitteilte. Auch das seit längerem ruhende Anleihen-Kaufprogramm im Volumen von 375 Milliarden Pfund wird nicht aufgestockt.

Zentralbankchef Mark Carney will erst dann eine Zinserhöhung ins Auge fassen, wenn sich der Aufschwung gefestigt hat. An den Märkten wird frühestens Ende des Jahres mit der Zinswende gerechnet. Damit würde die BoE aber voraussichtlich zu den ersten Notenbanken der Industrieländer gehören, die ihre Geldpolitik straffen. In der Euro-Zone und den USA wird erst im nächsten Jahr mit einer Zinserhöhung gerechnet.

Carney hat die bisherige Koppelung der Leitzinsen an die Arbeitslosenquote kassiert und will sich künftig stärker auf den Auslastungsgrad der Wirtschaft konzentrieren. Er reagierte damit auf die Erholung am Jobmarkt, die schneller als von der Notenbank erwartet verläuft, auch wenn sie sich trotz des Aufschwungs zuletzt leicht eintrübte.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Anders als in der Euro-Zone herrscht in Großbritannien zudem annähernd Preisstabilität. Die Kosten für die Lebenshaltung erhöhten sich im Januar nur um 1,9 Prozent. Die BoE sieht stabile Preise bei einer Jahresteuerung von 2,0 Prozent gewährleistet. Die Weichen stehen somit weiter auf Wachstum: Der Internationale Währungsfonds (IWF) traut Großbritannien in diesem Jahr ein Plus von 2,4 Prozent zu. 2013 legte die britische Wirtschaft mit 1,9 Prozent so kräftig zu wie seit sechs Jahren nicht mehr.

Von

rtr

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