Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.06.2013

19:47 Uhr

Geldpolitik

Chinas Zentralbank demonstriert Gelassenheit

Mit dem Ende der großzügigen US-Geldpolitik droht auch den Kapitalflüssen nach China ein jähes Ende. Nervös ist man bei der chinesischen Notenbank aber nicht. Reformen seien künftig das Mittel der Wahl.

Die chinesische Zentralbank in Peking: Das Ende der lockeren US-Geldpolitik wird gelassen gesehen. dpa

Die chinesische Zentralbank in Peking: Das Ende der lockeren US-Geldpolitik wird gelassen gesehen.

SchanghaiNach dem angekündigten Ausstieg der US-Notenbank aus ihrer ultralockeren Geldpolitik demonstriert die chinesische Zentralbank Gelassenheit. Die Volksrepublik könne mit dem absehbaren Ende der Anleihenkäufe durch die Federal Reserve umgehen, sagte Ji Zhihong, Forschungsdirektor der chinesischen Zentralbank, am Donnerstag in Schanghai. China habe mit seiner Geldpolitik schon die Auswirkungen der Anleihekäufe in den Griff bekommen. Mit dieser Erfahrung könne das Land auch das schrittweise Ende der extrem laxen Fed-Politik bewältigen.

Mit ihrer expansiven Geldpolitik will die Fed der US-Wirtschaft wieder auf die Beine helfen, hat damit aber zugleich massive Kapitalflüsse in Schwellenländer wie China ausgelöst. In der vergangenen Woche signalisierte die US-Notenbank nun, ihre Anleihenkäufe noch in diesem Jahr zu verringern und Mitte 2014 ganz auslaufen zu lassen. Seitdem ist die Nervosität an den Märkten weltweit groß.

Ji von der chinesischen Zentralbank sagte weiter, sein Land müsse die Reformen der Devisen- und Zinspolitik sowie der Wirtschaftsstruktur vorantreiben. So sei das Land besser gewappnet für äußere Einflüsse. Erst in der vergangenen Woche hatte ein Engpass auf dem chinesischen Geldmarkt dort die Kreditzinsen in die Höhe getrieben, die Aktien auf Talfahrt geschickt und weltweit für Turbulenzen an den Märkten gesorgt. Die Krise war in gewissem Sinne hausgemacht: Die Zentralbank flutete den Markt nicht länger mit Geld, um den Banken ihre Abhängigkeit drastisch vor Augen zu führen. Am Dienstag glätteten die Währungshüter dann aber die Wogen und signalisierten, in ihrem Kampf gegen eine zu starke Kreditvergabe die Daumenschrauben nicht zu kräftig anzuziehen.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

27.06.2013, 20:13 Uhr

J, dann ist ja gut.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×