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28.06.2013

07:50 Uhr

Geldpolitik

Chinesische Zentralbank will Ruhe vermitteln

Diese Nachricht möchte die Bank of China gern an den Mann bringen: Wir haben alles unter Kontrolle. Die Zentralbank kündigt eine Woche nach ihrem Warnsignal an die Banken an, die Liquidität in jedem Fall zu wahren.

Calm down and trust – diese Bitte richtet Zhou Xiaochuan, Chef der Bank of China, indirekt an die Investoren. AFP

Calm down and trust – diese Bitte richtet Zhou Xiaochuan, Chef der Bank of China, indirekt an die Investoren.

ShanghaiNach dem befürchteten Liquiditätsengpass der vergangenen Woche hat die chinesische Zentralbank verunsicherten Investoren signalisiert, dass sie den Märkten ausreichend Geld zur Verfügung stellen wird. Seine Behörde sorge dafür, dass das Kreditvolumen der Finanzinstitute angemessen wachse, sagte Notenbankchef Zhou Xiaochuan auf einem Finanzforum am Freitag in Shanghai. Die Banken müssten ihre Kredite ordnen. Man werde aber alle verfügbaren Mittel nutzen, um die Liquidität gegebenenfalls anzupassen und die Märkte zu stabilisieren. „Das chinesische Wirtschaftswachstum hat sich verlangsamt, bewegt sich aber immer noch in einem angemessenen Rahmen“, sagte Zhou.

Auf dem Interbankenmarkt waren die Zinssätze in der vergangenen Woche auf 28 Prozent gestiegen und ließen Angst vor einer Finanzkrise aufkommen. Experten zufolge ging die Zentralbank offensiv vor, um das Kreditwachstum zu verlangsamen und Banken zu zwingen, bei der Vergabe von Darlehen vorsichtiger vorzugehen. Langfristig dürfte die Volksrepublik davon profitieren. Volkswirte gehen aber davon aus, dass der Druck auf die Wirtschaft zunehmen könnte. Das Wachstum ist bereits auf dem niedrigsten Stand seit Jahren. In diesem Jahr soll das Bruttoinlandsprodukt um 7,5 Prozent gesteigert werden.

Von

rtr

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