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05.07.2017

12:38 Uhr

Geldpolitik in Europa

EZB hat Kurswechsel noch nicht diskutiert

Der Leitzins in Europa verharrt bei null Prozent. Über eine Abkehr der ultralockeren Geldpolitik habe der Rat noch nicht gesprochen, sagt Direktor Coeure. Zuletzt hatte EZB-Präsident Draghi solche Schritte angedeutet.

Die jüngsten Marktturbulenzen nach einer Schlüsselrede von EZB-Präsident Mario Draghi beunruhigen ihn nicht. Reuters

Benoit Coeure

Die jüngsten Marktturbulenzen nach einer Schlüsselrede von EZB-Präsident Mario Draghi beunruhigen ihn nicht.

FrankfurtDie Europäische Zentralbank hat EZB-Direktor Benoit Coeure zufolge eine Abkehr von ihrer aktuellen ultralockeren Geldpolitik noch nicht besprochen. „Der EZB-Rat hat Veränderungen unserer Geldpolitik nicht diskutiert. Das könnte künftig geschehen, aber es ist noch nicht passiert“, sagte Coeure am Mittwoch in Frankfurt. Die EZB hält ihren Leitzins aktuell auf dem Rekordtief von null Prozent, um für günstige Finanzierungsbedingungen zu sorgen und die Konjunktur anzuschieben. Dazu erwirbt sie auch monatlich Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Volumen von 60 Milliarden Euro. Banken sollen so bewegt werden, weniger in diese Papiere zu investieren und stattdessen mehr Kredite an die Wirtschaft auszureichen.

Die jüngsten Marktturbulenzen nach einer Schlüsselrede von EZB-Präsident Mario Draghi beunruhigen Coeure nicht. „Ich glaube nicht, dass diese Art von Marktreaktionen, die wir vergangene Woche gesehen haben, sehr bedeutsam sind im großen Zusammenhang“, sagte der Franzose. Nach der Draghi-Rede in der vergangenen Woche war der Kurs des Euro zum Teil kräftig gestiegen und auch die Anleihe-Renditen waren angezogen. Draghi hatte auf einer Notenbank-Konferenz in Portugal weitere vorsichtige Schritte in Richtung Kurswende angedeutet.

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Der frühere Notenbank-Präsident rät den Euro-Ländern, sich auf eine weniger expansive Geldpolitik vorzubereiten. Im Interview spricht er zudem über Populismus, die Zukunft der Euro-Zone und die Inflation in Deutschland.

Coeure äußerte sich auch zur Rolle des chinesischen Renminbi als internationale Reservewährung. Nach seiner Ansicht war die jüngste Investition der Euro-Notenbank in den Renminbi ein erster Schritt in einer Lernkurve. Weitere Käufe seien möglich. Die EZB hatte unlängst rund eine halbe Milliarde Euro an Dollar-Währungsreserven in die chinesische Währung umgewandelt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr hartmut braune

05.07.2017, 13:29 Uhr

.......und so fragt sich.....der Eingeweihte.....die Frau.. der Mann des Geldes.....im Umgang damit.... dem billigen Geld....an den Schaltstellen.....in den Banken......an der Börse.....in den Unternehmen......in der Gesamtwirtschaft....und Draußen.....in den Wohnungen der Menschen.....des kleinen Mannes um die Ecke......bei Otto und Erna......
.....wie lang das noch weitergehen soll.....und was aus diesem doch jetzt schon lang anhaltendem Verhalten...das Geld noch nicht einmal für den Wert eines Butterbrotes abzugeben ..... durch die EZB......unter der Leitung des Herrn D. im Frankfurter Tower....noch werden soll......
....und resignativ.....keiner mehr den Mund auftut.....der Damen und Herren....des Geldes....außerhalb der EZB.....man nur noch....seine eigenen Arbeiten durchführt.....und das obige Szenario....nicht mehr zum Gesprächsstoff gehört.....in der Kollegenschaft.....so also die Situation ist......bis.....bis es soweit ist......dass die dicksten Seile....... den aufgeblasenen Ballon nicht mehr halten können......er sich selbständig macht......und nach Kontakt und Zusammenstoß........platzen wird......

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