Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.08.2016

08:39 Uhr

Geldpolitik – Treffen in Jackson Hole

Die spannende Woche der Notenbanker

Jedes Jahr Ende August trifft sich die geldpolitische Elite im beschaulichen Ort Jackson Hole. Was am Rande der Rocky Mountains gesagt wird, bewegt die Märkte rund um den Globus. Interessant ist vor allem ein Thema.

Beim Treffen vor zwei Jahren waren die Chefin der US-Notenbank und der Präsident der Europäischen Zentralbank in Jackson Hole dabei. AP

Janet Yellen und Mario Draghi

Beim Treffen vor zwei Jahren waren die Chefin der US-Notenbank und der Präsident der Europäischen Zentralbank in Jackson Hole dabei.

DüsseldorfDiesmal wird auch Janet Yellen wieder mit dabei sein: Am Donnerstag reist die Chefin der US-Notenbank (Federal Reserve, Fed) zum traditionellen Notenbankertreffen nach Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming.

Dort, in einem malerischen Tal am Rand der Rocky Mountains im Grand-Teton-Nationalpark, versammelt sich seit 1982 jeweils Ende August die Crème de la Crème aus Politik, Wissenschaft und Finanzwelt. Diskutiert wird drei Tage lang in rustikaler und eher bodenständiger Atmosphäre über ein wechselndes Thema der Geldpolitik. In diesem Jahr tauschen sich die Teilnehmer darüber aus, wie sich stabile geldpolitische Rahmenbedingungen für die Zukunft schaffen lassen.

Solche akademischen Fragen lassen zwar die Finanzgemeinde weitgehend kalt ­– dennoch blicken sie in dieser Woche gespannt nach Wyoming. Der Grund: Sie hoffen, dass Fed-Chefin Janet Yellen bei ihrer Rede am Freitag zumindest zwischen den Zeilen anklingen lässt, wann die nächste Leitzinserhöhung in den USA ansteht.

Debatte um Zinserhöhung: Was genau will die Fed?

Debatte um Zinserhöhung

Premium Was genau will die Fed?

Führende US-Notenbanker deuten eine schnelle Zinserhöhung an, finden aber wenig Gehör. Denn das gesamte geldpolitische Modell der Fed steht gerade auf dem Prüfstand.

Im Dezember 2015 hatte die amerikanische Zentralbank erstmals seit fast zehn Jahren die Zinsen wieder auf eine Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent angehoben – seitdem aber unter anderem wegen des Ölpreisverfalls und des Brexit-Votums nicht nachgelegt.

Auch aktuell rechnen Experten nicht damit, dass die Fed bereits bei ihrer nächsten Sitzung im September wieder an der Zinsschraube dreht. Doch es mehren sich die Stimmen, die darauf setzen, dass die Währungshüter nach zuletzt guten Daten vom US-Arbeitsmarkt im Dezember die Zinsen anheben könnten.

Commerzbank-Experte Christoph Balz etwa sagt: „Wir rechnen mit einer Zinsanhebung im Dezember, denn dann kennt die Fed das BIP-Wachstum im dritten Quartal, das wieder zufriedenstellend ausfallen sollte.“

Kommentare (27)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Hans Mayer

23.08.2016, 09:09 Uhr

Schön das sich so viele Halunken treffen, die geldpolitische Elite, na ja, schaut man sich unsere Eliten mal an, scheint deren Zenit überschritten zu sein, Gestern Bla,bla beim Flugzeugträgergipfel in Italien, Ende August die nächste Selbstbeweihräuscherung in USA. Hoffentlich kommt kein großer Ar... und sch.... Jackso Hole zu.

Account gelöscht!

23.08.2016, 09:10 Uhr

Das ist kein Treffen der "Geldpolitik" sondern der "Schuldenmacherpolitik".
Solange die Politik weiterhin eine marktfeindliche CO2 Verbotspolitik (CO2 Klimawandel, Energiewende, Energieeinsparzwang) betreibt wird sich keine wirtschaftliche Wertschöpfungskette mehr etablieren können, die aus der Schuldensackgasse herausführt. Mangel und Armut werden weiter zunehmen.
Billige Energie, Strom und CO2 sind das Brot des 21. Jahrhundert und genau dieses Brot (Wohlstand) will seit Jahren diese Grün-Sozialistische Politik der kollektiven Wohlstandsvernichter für die Bürger teurer und unbezahlbarer machen.

Herr Jürgen Mücke

23.08.2016, 09:20 Uhr

 Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette  

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×