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27.08.2012

18:36 Uhr

Geldpolitik

US-Notenbank verdient mehr mit Krisenpolitik

VonRolf Benders

Die US-Notenbank Fed hat im ersten Halbjahr 2012 ihren Gewinn um 15 Prozent erhöht. Das geht aus dem Quartalsbericht der Währungshüter hervor. Krisenpolitik kann sich also in barer Münze auszahlen.

Eine chinesische Studentin posiert mit einem falschen Eine-Million-Dollar-Schein vor der Zentrale der US-Notenbank in Washington. Reuters

Eine chinesische Studentin posiert mit einem falschen Eine-Million-Dollar-Schein vor der Zentrale der US-Notenbank in Washington.

New YorkDie US-Notenbank hat im ersten Halbjahr 2012 ihren Gewinn um knapp 15 Prozent auf gut 47 Milliarden Dollar gesteigert. Das US-Finanzministerium, dem der Überschuss zusteht, erhält gut 46 Milliarden Dollar als Überweisung von der Fed.

Erstmals legte die Fed, die bislang lediglich einmal im Jahr über ihre Finanzen Auskunft gab, Berichte für das erste und zweite Quartal 2012 vor. In der Zukunft will sie nach Ende jedes Quartals ein solches Dokument veröffentlichen. Man strebe eine größere Transparenz durch die regelmäßige Mitteilung von mehr Details zu den Finanzgeschäften an, hieß es zur Begründung.

Die US-Notenbank und ihr Chef, Ben Bernanke, stehen seit langem in der Kritik, weil man ihnen vorwirft im Geheimen eigentlich nur den Banken zu dienen. Die oppositionelle Partei der Republikaner will im Falle eines Wahlsieges bei den Präsidentschaftswahlen im November eine Überprüfung (Audit) der Fed einführen. Seit langem versucht Bernanke mit mehr Transparenz der Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen. So führte er etwa regelmäßig stattfindende Pressekonferenzen ein.

Die US-Notenbank ist mit ihrem Halbjahresgewinn auf gutem Wege das Gesamtjahresergebnis aus dem Jahr 2011 von 85 Milliarden Dollar aus zu überbieten. Die Europäische Zentralbank hatte 2011 einen Gewinn von knapp 1,9 Milliarden Euro ausgewiesen.

Kommentare (1)

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Methusalix

27.08.2012, 18:58 Uhr

Na ja - wie ein Börsianer eben - kaufen wenn alle Beteiligten zur Panik neigen , und dann wieder abgeben wenn sich die Lage bessert . Dieses richtige Verhalten wirkt letztlich stabilisierend und bezichtigt alle Weltuntergangspropheten und Zentralbankkritikern der Panikmache . Dieselben Institutione die durch die Banken den Untergang beschwörten müssen nun nach und nach erleben wie die Dinge wieder einen handelbaren Wert bekommen . Die knappen bilanziellen Anforderungen waren insofern eine wesentliche Ursache für den Lauf der Lemminge . Wenn der Staat mit guten Gewinnen da herausgeht , entfällt der Vorwurf , das die bösen Banken den Staat nur Geld gekostet haben .... oderrrr ?

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