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17.05.2011

15:56 Uhr

Geldvermögen auf Rekordniveau

Die Deutschen sparen sich reich

Die Deutschen haben so viel Geld auf der hohen Kante wie nie. Die Verluste der Finanzkrise sind vergessen, Vermögen aus Bargeld, Bankeinlagen oder Aktien wuchsen 2010 so stark wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

Der sprichwörtliche "Sparstrumpf" der Deutschen ist prall gefüllt. Quelle: dpa

Der sprichwörtliche "Sparstrumpf" der Deutschen ist prall gefüllt.

Frankfurt Geldvermögen wie nie. Wegen hoher Zuflüsse und kräftiger Kursgewinne hatten die Privathaushalte in Deutschland Ende 2010 ein Geldvermögen in Form von Bargeld, Bankeinlagen oder Aktien im Rekordwert von 4,933 Billionen Euro, wie die Deutsche Bundesbank am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Dies sind 154 Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor. Der Zuwachs fiel deutlich größer aus als in den vergangenen Jahren und erreichte ein Niveau wie zuletzt während des Wiedervereinigungsbooms.

Die Verschuldung nahm nur geringfügig um knapp fünf Milliarden Euro zu. Am Jahresende summierten sich die Schulden bei Banken und Versicherungen nach den Angaben auf 1,536 Billionen Euro - sie liegen damit seit gut zehn Jahren auf nahezu konstantem Niveau. Das Nettogeldvermögen stieg 2010 entsprechend auf 3,397 Billionen Euro.

Die Notenbank sieht Gründe für die kräftigen Zuwächse des privaten Geldvermögens in der rasanten Konjunkturerholung und der unerwartet stabilen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Dadurch seien die verfügbaren Einkommen deutlich gestiegen. Sachwerte wie Immobilien sind in der Statistik nicht enthalten.

Vermehrt wurde das Vermögen vor allem in Form von Bankeinlagen und Bargeld (netto plus 80 Milliarden Euro) sowie durch Ansprüche gegenüber Versicherungen, die um 63 Milliarden Euro stiegen. Zusätzlich vermehrten die Haushalte ihr Vermögen durch kräftige Kursgewinne bei bereits gehaltenen Wertpapieren um knapp 80 Milliarden Euro.

Insgesamt haben die Privathaushalte in Deutschland seit dem Frühjahr 2009 kontinuierlich mehr Geld auf der hohen Kante. In der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise hatten die Sparer auch wegen sinkender Aktienkurse 130 Milliarden Euro ihres Vermögens verloren, das auf 4,446 Billionen Euro geschrumpft war.

Insgesamt geht der Trend aber eindeutig nach oben: Anfang 1991 hatte das Geldvermögen der privaten Haushalte noch einen Wert von geradezu bescheidenen 1,75 Billionen Euro, vor zehn Jahren waren es 3,515 Billionen Euro.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

17.05.2011, 16:36 Uhr

Ein erbärmlicher Artikel.

Die Deutschen?

Nein nicht die Deutschen. Immer mehr von Ihnen, insbesondere die, die den deutschen Reichtum erarbeiten bekommen zum Leben Unterstützung vom Staat. Die Zahl der Privatinsolvenzen steigt dramatisch.
Es wäre mal schön gewesen, die Verteilung des Reichtums in Deutschland darzustellen.
Das Ergebnis wäre gewesen: Immer weniger haben immer mehr. Die Masse der Menschen wird immer ärmer.

Profit

17.05.2011, 19:39 Uhr

@ihr: Nicht von sich als armen Schlucker auf andere schließen!

Finanztiger

17.05.2011, 23:22 Uhr

"ihr" hat aber durchaus richtig gelegen, lieber "Profit". Denn der Artikel versäumt tats. zu erwähnen, dass das Vermögen in Deutschland sehr ungleich verteilt ist.
Es sei Ihnen aber gegönnt, wenn Sie sich zu den Vermögenden zählen! ;-)

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