Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.01.2005

07:00 Uhr

Gewinndynamik von Technologieaktien schwächt sich tendenziell ab

Im TecDax gibt es nur noch wenige Schnäppchen

VonChristian Schnell

Für die Aktionäre von deutschen Technologie-Unternehmen hat das Jahr 2005 gut begonnen. In den ersten Handelstagen gewann der Branchenindex TecDax mehr als zehn Punkte auf aktuell gut 530 Punkte. Strategen vieler großer Banken warnen allerdings vor zu viel Optimismus: Die Mehrheit der Analysten erwartet, dass der Technologieindex 2005 wie schon im Vorjahr der Entwicklung der anderen deutschen Indizes hinterher hinken wird.

FRANKFURT/M. Die Experten der Hypo-Vereinsbank haben kürzlich den Technologiesektor auf „neutral“ zurückgestuft. Der Grund: Die Wachstumsimpulse in der Branche fehlen, die Konjunktur- und Gewinndynamik der Konzerne trübt sich ein und der schwache Dollar trägt dazu bei, dass die Gewinnerwartungen der Unternehmen wegen deren starker Exportabhängigkeit hinterfragt würden müssten.

Das sehen auch viele Investoren so. Sie suchen im Technologiesektor lediglich nach Einzeltiteln mit Potenzial. Kurioserweise zählen dabei Werte aus dem Bereich Internet zu den Kandidaten, denen die besten Chancen zugebilligt werden – eine Entwicklung, die nach dem Platzen der Technologieblase vor vier Jahren als undenkbar galt. „Da das Internet heute erst von zwölf Prozent der Weltbevölkerung genutzt wird, schätzen wir das Potenzial dieses Segments immer noch als enorm ein“, sagt Amy Ils vom Schweizer Bankhaus Julius Bär.

Besonders hohes Ansehen der Analysten genießt die Aktie von United Internet. Von 13 Experten, die laut Bloomberg die Aktie beobachten, empfehlen sie zwölf zum Kauf. Neben einem umfangreichen Aktienrückkaufprogramm sorgt vor allem die Ausweitung des Geschäfts mit DSL-Breitbandanschlüssen für Phantasie. Nach Informationen des Handelsblattes plant United Internet den Aufbau einer eigenen DSL-Infrastruktur. Bisher hatte das Unternehmen nur Anschlüsse der Deutschen Telekom weiterverkauft.

Im Software-Sektor zählt die Aktie der Software AG zu den Favoriten der Bankexperten. Neben dem erfolgreichen Geschäftsverlauf gilt das Papier wegen des günstigen Kurs- Gewinn-Verhältnis von knapp über elf als attraktiv. Knut Woller von der Hypo-Vereinsbank hat für die Aktie, die aktuell rund 25,50 Euro wert ist, ein Kursziel von 31,50 Euro ausgerufen. Torsten Schellscheidt von der WestLB hält sogar 32 Euro für angemessen. Er begründet dies damit, dass Großrechner nach wie vor zuverlässiger und flexibler sind als verteilte Systeme, weshalb die Unternehmen in die Modernisierung ihrer Infrastruktur-Datensysteme investieren dürften.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×