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24.08.2015

12:19 Uhr

Griechenland, China, Ukraine

Wie Spekulanten aus dem Crash Kapital schlagen

VonJulia Rotenberger

Vasileios Antoniadis ist ein glücklicher Grieche: Er hat am jüngsten Aktiencrash ordentlich verdient. Auch mancher Privatanleger dürfte neidisch auf Antoniadis' Strategie blicken – dann aber doch die Finger davon lassen.

Riskante Strategien

So machen Anleger Gewinne mit fallenden Kursen

Riskante Strategien: So machen Anleger Gewinne mit fallenden Kursen

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DüsseldorfGriechische Schuldenkrise, Krise am chinesischen Aktienmarkt, Ukraine-Krise, Flüchtlingskrise – 2015 ist das Jahr der politischen und ökonomischen Brandherde. Anleger müssen starke Nerven haben, denn sowohl die Aktien- als auch die Anleihe- und Rohstoffmärkte schwanken derzeit so stark wie seit Jahren nicht mehr.

Großinvestoren und einzelne Spekulanten allerdings haben in der Vergangenheit immer wieder unter Beweis gestellt, dass sich mit Krisen strategisch Kasse machen lässt. Auch Privatanleger dürfte der Gedanke nach dem schnellen Geld locken. Doch für den kleinen Mann sind die Strategien des Krisenverdienens viel zu riskant. Ein Leitfaden zum nicht-Nachahmen.

Setzen Sie auf griechische Aktien
Natürlich nicht auf x-beliebige. Doch allein, weil ein Unternehmen seinen Sitz im höchstverschuldeten Land Europas hat, sollte Anleger nicht von Aktienkäufen abschrecken. „Es gibt eine Menge gesunder Unternehmen für Investments”, sagt Vasileios Antoniadis, Fondmanager bei der Kapitalverwaltungsgesellschaft  MetLife.

Börse in Griechenland: Die spannendsten Aktien aus Griechenland

Börse in Griechenland

Die spannendsten Aktien aus Griechenland

Risikofreudige Anleger sollten sich die nach der Zwangspause wieder geöffnete Börse in Athen ansehen. Einige der dort gehandelten Aktien sind es wert. Nach heftigen Kursverlusten besteht Aufwärtspotenzial.

In diesem Jahr ist ihm ein Coup gelungen: Als 2015 ganz Europa um Hellas‘ Zukunft bangte, die Aktienmärkte einbrachen, die Banken schlossen, legte Antoniadis‘ Fonds MetLife Alico M&S Domestic Equity 4,8 Prozent zu. Es ist der einzige Fonds, dem es gelang, eine während der Krise eine positive Rendite zu erzielen. Denn im Schnitt verloren die 35 auf Griechenland fokussierte Fonds rund 15 Prozent, ergeben die Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die schwächsten unter ihnen büßten bis zu 28 Prozent ein.

Fakten rund um den Dax

Die Anfänge

Der Dax führt den Index der „Börsen-Zeitung” fort. Basis der Indexberechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten. Die historische Zeitreihe reicht bis 1959 zurück.

Wer ist gelistet?

Im Dax sind die Aktien der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse enthalten.

Wie wird der Dax berechnet?

Der Index wird sekündlich auf Basis der Xetra-Kurse von 9.00 bis 17.30 Uhr berechnet und ist ein Performance-Index. Damit unterscheidet er sich vom Dow-Jones-Index für die US-Standardwerte, in dem die Aktien nicht gewichtet sind.

Wonach werden die Aktien gewichtet?

Das Gewicht einer Aktie bemisst sich nach dem Anteil an der gesamten Kapitalisierung der im Index enthaltenen Werte.

Was entscheidet über die Aufnahme in den Dax?

Wichtigstes Kriterium für die Dax-Aufnahme sind der Wert des Unternehmens an der Börse (Marktkapitalisierung) und der Börsenumsatz. Jeweils zu Monatsbeginn erstellt die Börse nach diesen Kriterien eine Rangliste, die dem Arbeitskreis Aktienindizes als Entscheidungsgrundlage bei der Überprüfung des Index dient. Daneben werden unter anderem auch der Streubesitz oder die Sektorenzugehörigkeit berücksichtigt.

Wie beeinflussen Dividenden den Index?

Bei Dividenden- oder Bonuszahlungen wird die Indexberechnung um den Betrag der Barausschüttung korrigiert. Ähnliches gilt bei Kapitalmaßnahmen.

Wer bestimmt über den Dax?

Die Zusammensetzung des Dax wird einmal jährlich im September vom Arbeitskreis Aktienindizes überprüft. Diesem gehören die Deutsche Börse und Banken aus dem In- und Ausland an. Der Arbeitskreis tagt aber vier Mal im Jahr: im März, Juni, September und Dezember.

Antoniadis‘ Anlagestrategie erscheint im Nachhinein einfach: Er ließ die Finger von Konsum- und Bankenwerten und kaufte stattdessen Aktien, welchen die wirtschaftliche Flaute nicht so viel ausmachen würde – „profitable Unternehmen mit Wachstumsaussichten und einem ordentlichen Cashflow, minimaler oder sogar nicht vorhandener Verschuldung, die mit einem Abschlag auf ihren Nettowert und einstelligem Kurs-Gewinn-Verhältnis gehandelt werden”, beschreibt er seine Auswahl.

Zu den stärkten Werten in Antoniadis‘ Fonds-Depot zählen Hellenic Petroleum, Hellenic Exchanges und der griechische Metallurgie-Konzern Mytilineos Holdings – und alle drei Titel haben seit Jahresbeginn im Mittel neun Prozent zugelegt, so die Bloomberg-Daten.

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