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08.05.2014

10:32 Uhr

Größte Übernahme erwartet

Buffett vor dem Mega-Deal

Warren Buffett plant anscheinend seine größte Übernahme. Dafür macht er 49 Milliarden Dollar an Barmitteln seiner Holdinggesellschaft locker. Sein bislang wichtigster Coup liegt bereits vier Jahre zurück.

Warren Buffett während eines Interviews in Omaha: Sein Übernahme-Hunger ist noch lange nicht gestillt. ap

Warren Buffett während eines Interviews in Omaha: Sein Übernahme-Hunger ist noch lange nicht gestillt.

Die geschäftigste Zeit für Mega-Deals in sieben Jahren könnte Warren Buffett Appetit auf seine vielleicht bislang größte Übernahme machen.

Der 83-jährige Chairman von Berkshire Hathaway hatte seinen Aktionären am 3. Mai gesagt, er würde eine weitere große Transaktion mit 3G Capital begrüßen. Im Jahr 2013 tat er sich mit der Beteiligungsgesellschaft zusammen, um den Ketchup- Hersteller Heinz zu kaufen.

Die Nahrungsmittelhersteller Kellogg, Kraft und General Mills – jeweils mit über 20 Milliarden Dollar vor Verbindlichkeiten und Übernahmeaufschlägen bewertet – könnten in das Beuteschema von Berkshire und 3G passen. Das zeigen von Bloomberg News zusammengetragene Daten. Grundlage bilden jene Kriterien, die Warren Buffett für die Beurteilung von möglichen Übernahmezielen genannt hatte.

Der Star-Investor sieht sich eigenen Angaben zufolge nach Übernahmen um, bei denen die 49 Milliarden Dollar an Barmitteln seiner Holdinggesellschaft zur Anwendung kommen könnten. Das bedeutet möglicherweise, dass er sich nun in Position für seine größte Übernahme bringt.

Diese Aktien hat Buffett im Depot

Aktien im Depot

Berkshire Hathaway, die Holding von Warren Buffett, ist verpflichtet das so genannte Formular 13F zu getätigten Investments bei der US-Börsenaufsicht einzureichen.
Die Mitteilung soll immer innerhalb von 45 Tagen nach Quartalsende erfolgen und alle in den USA gehandelten Aktien, Optionen und Wandelanleihen enthalten.
Nicht ersichtlich wird aus den Aufstellungen, in welche Papiere außerhalb der USA investiert wurde oder wie groß die Barreserven sind. Ebenfalls nicht aufgeführt in der Tabelle sind Optionen, Warrants und Anleihen.

Stand: 30.06.2014, Quelle: Pflichtmitteilung (13F) an US-Börsenaufsicht, Bloomberg

Wells Fargo

Marktwert: 24,3 Milliarden Dollar

Coca Cola

Marktwert: 16,9 Milliarden Dollar

American Express

Marktwert: 14,4 Milliarden Dollar

International Business Mach

Marktwert: 12,7 Milliarden Dollar

Wal Mart

Marktwert: 4,4 Milliarden Dollar

Procter & Gamble

Marktwert: 4,2 Milliarden Dollar

Exxon Mobil

Marktwert: 4,1 Milliarden Dollar

US Bancorp

Marktwert: 3,5 Milliarden Dollar

Moody's

Marktwert: 2,2 Milliarden Dollar

„Was wir bei unser derzeitigen Größe und Reichweite eingedenk der Zielvorstellungen, die wir für unsere Aktionäre verfolgen, wirklich anstreben, ist der Kauf gut geführter großer Unternehmen zu vernünftigen Preisen, die wir dann im Lauf der Zeit auszubauen versuchen” sagte er bei dem Aktionärstreffen. Er und sein Geschäftspartner Charles Munger würden sich auf die Übernahme großer Unternehmen konzentrierten, um „dauerhaftere” Werte zu schaffen.

Laut Berechnungen von Barclays könnte Buffett eine Mischung aus Barmitteln und aus Verbindlichkeiten dazu nutzen, um einen Deal in der Größenordnung von bis zu 50 Milliarden Dollar anzugehen. Das würde seine 34,5 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Burlington Northern Santa Fe, die vor mehr als vier Jahren erfolgte, in den Schatten stellen.

„Berkshire könnte einen 50-Milliarden-Dollar-Deal machen, ohne dabei ins Schwitzen zu geraten”, erklärte Jeff Matthews, ein Berkshire-Aktionär und Autor von Büchern über das Unternehmen, in einem Interview mit Bloomberg News. „Die Größe, die er sucht, ist stark gestiegen.”

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