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20.05.2015

13:49 Uhr

Grossbritannien

Zinserhöhung für britische Notenbank kein Thema

Die britischen Währungshüter haben einstimmig entschieden – eine Leitzinserhöhung kommt auf der Insel zur Zeit nicht in Frage. Großbritannien kämpft mit sinkenden Preisen und einer sich abkühlenden Konjunktur.

Die Bank of England (BoE) geht davon aus, dass die Lebenshaltungskosten Ende des Jahres wieder anziehen. dpa

Bank of England

Die Bank of England (BoE) geht davon aus, dass die Lebenshaltungskosten Ende des Jahres wieder anziehen.

LondonIn der britischen Notenbank ist eine Zinserhöhung derzeit kein Thema. Dies geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Sitzung von Anfang Mai hervor. Demnach entschieden die Währungshüter einstimmig, den Schlüsselzins auf dem historisch niedrigen Niveau von 0,5 Prozent zu belassen. Zwei Mitglieder hatten noch Ende 2014 für eine Erhöhung gestimmt, tragen mittlerweile aber die lockere Geldpolitik wieder voll mit. Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass das Ziel einer Inflationsrate von zwei Prozent immer weiter entfernt ist. Zuletzt fielen die Preise auf der Insel sogar erstmals seit 1960.

Die Bank of England (BoE) geht aber davon aus, dass die Lebenshaltungskosten Ende des Jahres wieder anziehen. An den Märkten wird damit gerechnet, dass die BoE den seit mehr als sechs Jahren gültigen Leitzins in rund einem Jahr anhebt.

Die Verlierer der Weltwirtschaft

Großbritannien

2014: 2,435 ; 2030: 3,586 ; 2050: 5,744 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Zwar wird Großbritannien auch 2030 noch im Ranking der Top-Volkswirtschaften mit Platz zehn in der Top Ten sein. Doch 2050 sieht das anders aus: Rang elf.

Italien

2014: 2,066 ; 2030: 2,591 ; 2050: 3,617 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Italien wird in 35 Jahren auf Rang 18 zurückfallen. Die Prognose zeigt deutlich, dass Europa im weltweiten Vergleich weiter an wirtschaftlichem Gewicht verliert.

Frankreich

2014: 2,587; 2030: 3,418; 2050: 5,207 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Frankreich kommt schafft es bereits 2030 auf Rang elf und rutscht bis 2050 auf Platz 13.

Russland

2014: 3,559 ; 2030: 4,854 ; 2050: 7,575 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Russland wird bis 2050 auf Platz acht verdrängt.

Deutschland

2014: 3,621 ; 2030: 4,590 ; 2050: 6,338 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Drei europäische Staaten gehören derzeit zu den zehn größten Volkswirtschaften der Welt: Deutschland, Frankreich und Großbritannien. 2050 wird nur noch die Bundesrepublik in den Top Ten der wirtschaftlich leistungsfähigsten Staaten vertreten sein. Deutschland wird bereits 2030 auf Rang acht zurückfallen.

Japan

2014: 4,788 ; 2030: 6,006 ; 2050: 7,914 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Während Japan auch 2030 den vierten Platz verteidigt, wird das Land bis 2050 drei Ränge abrutschen und auf Rang sieben landen.

USA

2014: 17,416 ; 2030: 25,451 ; 2050: 41,384 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Auch wenn die USA 2020 den zweiten Platz noch verteidigen können, werden sie 2050 von Indien auf Platz drei verdrängt. Dann wird drittstärkste Volkswirtschaft USA fast zweieinhalbmal so groß sein wie Indonesien (2050: Rang vier).

2014 boomte die britische Wirtschaft so stark wie in kaum einem anderen Industrieland. Anfang des Jahres kühlte sich die Konjunktur jedoch ab. Das Wachstum fiel mit 0,3 Prozent genauso mager aus wie in Deutschland. Wegen zuletzt guter Daten aus der Industrie halten Experten jedoch eine höhere Zahl für die am 28. Mai anstehende zweite Schätzung für möglich.

Von

rtr

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