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10.01.2005

07:05 Uhr

Gute Wirtschaftsdaten stützen die Bonds der Emerging Markets – Moody’s stuft Mexiko herauf

Experten empfehlen Anleihen aus Schwellenländern

VonAndrea Cünnen

Experten setzen in diesem Jahr bei Anleihen besonders auf die Papiere von Schwellenländern. „Die Goldgräber-Stimmung ist vorbei, aber insgesamt bieten die Bonds noch gute Aussichten“, sagt etwa Paul Terres, Research-Manager für Schwellenländer bei der Fondsgesellschaft Deka Investment.

FRANKFURT/M. Auch Laurence Mutkin, Bondstratege beim Fondshaus Threadneedle, meint, dass die Bonds von den guten Wirtschaftsdaten der Länder profitieren werden. Dies spräche dafür, dass sich die aktuellen Kurse halten ließen und die Anleger ordentliche Renditen einstreichen könnten. Bei Staatsanleihen der Industrienationen fürchten Fondsmanager dagegen Kursverluste.

Im vergangenen Jahr stiegen die Bondkurse der so genannten Emerging Markets erneut kräftig. An der positiven Stimmung änderte auch das Hin und Her um die Umschuldung Argentiniens nichts. Aktuell bieten Schwellenländerbonds im Schnitt noch 3,70 Prozentpunkte mehr Rendite als US-Staatsanleihen.

„Jetzt wird es besonders wichtig, zwischen den einzelnen Schuldnern zu unterscheiden“, sagt Terres. Denn im vergangenen Jahr hätten alle Emerging Markets kräftig zugelegt, auch wenn einige Länder sich fundamental nicht entsprechend verbessert hätten. Kritisch sieht er zum Beispiel Venezuela. „Das Land hat vor allem vom hohen Ölpreis profitiert, doch makroökonomisch keine großen Fortschritte gemacht.“ Für attraktiver hält Terres Brasilien und Russland. Für Brasilien spreche unter anderem das starke Wirtschaftswachstum und für Russland, die Tatsache, dass das Land inzwischen Nettokreditgeber sei. Auch Oliver Stönner, Volkswirt für Schwellenländer bei der Commerzbank, meint, dass die Risiken in Russland angesichts der Reserven vergleichsweise gering seien. Bei brasilianischen Anleihen hält er dagegen wegen der hohen Kurse Rückschläge für möglich.

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