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08.11.2016

15:22 Uhr

Handelsblatt-Clubgespräch

„Die Börse macht reich“

VonJessica Schwarzer, Julian Trauthig

Die Kritik an der Performance ihrer eigenen Fonds wird in letzter Zeit immer lauter. Dirk Müller und Max Otte stellen sich gemeinsam mit Fondsmanager Hendrik Leber den Fragen des Handelsblatts zum Thema Geldanlage.

US-Wahlkampf

Dirk Müller: „Börsenturbulenzen kommen auf jeden Fall – und ich glaube, Trump gewinnt“

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Die Sitzplätze beim Handelsblatt-Clubgespräch sind schnell belegt, viele der Gäste müssen im Stehen der Diskussion auf dem Podium lauschen. Das Interesse ist so groß, weil nicht jeden Tag zwei Börsenprominente und ein erfolgreicher Fondsmanager zusammentreffen: Im Foyer des Verlagsgebäudes in Düsseldorf geht es an diesem Abend kurz vor der US-Wahl um das Thema Geldanlage. Jessica Schwarzer, Chefkorrespondentin Börse und Leiterin Journalismus Live, moderiert das Gespräch zwischen dem Gründer der Fondsgesellschaft Acatis, Hendrik Leber, „Mr. Dax“ Dirk Müller und „Crashprophet“ Max Otte.

In der Werbung zu diesem Event habe ich Dirk Müller gefragt, ob die Börse reich macht. Seine Antwort: Die Bühne der Börse bietet Heldensagen und Tragödien. Herr Leber, was antworten Sie?
Hendrik Leber: Aktienbörsen machen unbedingt reich. Sie sind der einzige Weg, wie man überhaupt am Produktivkapital der Unternehmen teilnehmen kann und die einzige Quelle des Wohlstands in einer Volkswirtschaft. Aktienmärkte sind ein sehr demokratischer und fairer Weg, daran zu partizipieren. Dass die Kurse hoch und runter gehen, ist eine andere Geschichte.

Und Herr Otte, wie antworten Sie auf die Frage?
Max Otte: Die Börse macht reich, aber sie macht nur dann reich, wenn man bei seiner Strategie bleibt und nicht versucht, den Markt zu schlagen. Gerade als Privatanleger brauchen Sie einen langen Atem.

Die goldenen Regeln des Value-Investors Warren Buffett

Gezielt auswählen

Konzentrieren Sie Ihre Investments auf herausragende Unternehmen, die von einem starken Management geleitet werden.

Weniger ist mehr

Beschränken Sie sich auf Unternehmen, die Sie wirklich verstehen können. Zehn bis 20 sind in Ordnung, ab 20 ist Ärger vorprogrammiert.

Viel auf Wenige setzen

Suchen Sie sich unter Ihren guten Unternehmen die besten aus und stecken Sie den größten Teil Ihrer Investments in diese.

Langfristig denken

Denken Sie langfristig: mindestens fünf bis zehn Jahre.

Keine Panik

Volatilität kommt vor. Bleiben Sie dran.

Quelle: Robert G. Hagstrom, "Warren Buffett. Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie.", Börsenbuchverlag 2011.

Dirk Müller durfte in der Werbung nur diesen einen kleinen Satz dazu sagen. Jetzt gibt es mehr Platz.
Dirk Müller: Die Börse kann reich machen, aber sie kann auch arm machen. Die Börse hat zwei Welten in sich. Das eine ist die sinnvolle seriöse Geldanlage, über die die beiden gerade völlig zu Recht schon gesprochen haben. Das Investieren in gute Unternehmen, das Investieren in die ständige Entwicklung unserer Gesellschaft. Das andere ist Casino. Dass ich mich nicht an einem Unternehmen beteilige, sondern auf irgendeine Kursentwicklung für die nächsten Stunden, Minuten, Tage setze. Das Unternehmen interessiert mich dabei gar nicht. Ich weiß nicht, was es so genau macht, aber es ist gerade so schön billig, deshalb kaufe ich es. Beides findet dummerweise am gleichen Markt statt, deshalb vermischen wir das gerne. Das Zocken kann sehr schnell arm oder reich machen. Die seriöse Geldanlage hingegen macht langfristig reich.

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