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21.06.2012

11:20 Uhr

Die Krise dehnt sich auf Spanien und Italien aus. dpa

Die Krise dehnt sich auf Spanien und Italien aus.

New YorkJulian Robertson, Gründer der Hedge-Fonds-Gesellschaft Tiger Management LLC, wettet gegen den Euro. Robertson, der einst einen der größten und erfolgreichsten Hedge-Fonds der Welt geleitet hat, verweist zur Begründung auf die Probleme Europas, die Staatsschuldenkrise zu lösen.

„Ich wette nach wie vor darauf, dass der Euro gegenüber mehreren anderen Währungen nachgeben wird“, erklärte Robertson. Zwar würden auch andere Investoren diese Ansicht vertreten, es bestehe jedoch kein Grund, eine andere Position einzunehmen, solange die Entscheidungsträger keine Schritte zur Lösung der Krise unternommen hätten.

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Der bekannte Investor ist davon überzeugt, dass die Schuldenkrise in Europa eskaliert. Aber nicht nur dort. Auch den USA drohen Ungemach, sagt Rogers. Deutschen Investoren rät er zu einer radikalen Anlagestrategie.

Der Euro hat zum US-Dollar seit dem Hoch im Jahr 2008 rund 21 Prozent seines Wertes verloren - gleichzeitig geht die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum in ihr drittes Jahr. Zwar wurde gestern in Griechenland eine Regierung gebildet, die Krise ist jedoch dabei, sich auf Spanien und Italien auszudehnen.

Am europäischen Aktienmarkt sieht Robertson, der am 25. Juni seinen 80. Geburtstag feiert, jedoch Chancen. Die Kurse seien zu stark gefallen. Besonders mag er skandinavische Aktien und Währungen.

Robertson gründete Tiger Management 1980. Er baute das verwaltete Kapital bis Mitte 1998 auf 22 Mrd. Dollar aus - nicht zuletzt da er ein jährliches Plus von durchschnittlich etwa 32 Prozent vorweisen konnte. In den folgenden 18 Monaten kam es dann jedoch zu Verlusten und Geldabflüssen, sodass nur noch etwa 6 Mrd. Dollar blieben.

Im März 2000 erklärte Robertson, dass er den Hedge-Fonds für außenstehende Investoren schließe. Seit damals bot er in erster Linie Startkapital für etwa 40 Hedge-Fonds-Manager an.

Kommentare (2)

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21.06.2012, 11:47 Uhr

Gerade die Hedge-Fonds sollte man mit besonderer Vorsicht behandeln, denn die Wetten gegen den Euro schaffen sie nur erfolgreich, wenn möglichst viele Händler mitziehen. So reicht es manchmal schon aus, wenn sie nur ankündigen, dass wieder ein großer Player gegen den Euro wettet oder sich ein paar Hedge-Fonds-Manager zusammen gesetzt haben, um gegen den Euro zu wetten.

Meiner Meinung nach, sollte man solche Wetten verbieten und unter Strafe stellen! Denn solche Leute bereichern sich am Elend anderer.

Account gelöscht!

21.06.2012, 12:38 Uhr

Falsch, niemand ist gezwungen beim Wetten mitzumachen. Wenn doch, dann bleibt dies eine Wette bei der man auch verlieren kann. Und außerdem gibt es beim Euro ja nun wirklich genug Baustellen.

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