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04.03.2016

11:22 Uhr

Hedgefonds

Im Visier der Leerverkäufer

VonGeorgios Kokologiannis

Die Attacke von Spekulanten auf die Aktie des TecDax-Schwergewichtes Wirecard verunsichert Anleger. Welche Unternehmen von Hedgefonds bevorzugt angegriffen werden – und wie Anteilseigner das frühzeitig erkennen.

Leerverkäufer verdienen an fallenden Aktienkursen. dapd

Spekulative Wertpapiergeschäfte

Leerverkäufer verdienen an fallenden Aktienkursen.

FrankfurtEs ist ein skandalträchtiger Kurssturz am deutschen Aktienmarkt, der momentan wieder Wetten auf fallende Wertpapierkurse in den Fokus der Börsianer rückt – und vor allem Privatanleger verunsichert: Ein anonymer Autor wirft vergangene Woche dem Zahlungsabwickler Wirecard betrügerisches Geschäftsgebaren vor. Ein Onlinemedium berichtet darüber und die Aktie der Firma, die zu den wertvollsten Unternehmen im Technologieindex Tecdax gehört, bricht um rund ein Viertel ein.

Schnell wird klar: Hinter der fragwürdigen Studie des bis dato völlig unbekannten Analysehauses „Zatarra Research“ steht nach Einschätzung von Experten allem Anschein nach eine Attacke von Spekulanten. „Wir nehmen an, dass die Verbreitung des Berichts unseren Aktienkurs negativ beeinflussen sollte“, erklärte auch eine Unternehmenssprecherin von Wirecard.

Während die Anteilseigner innerhalb eines Handelstages einen Verlust von insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro verkraften müssen, erzielen sogenannte „Leerverkäufer“ hohe Gewinne.

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Deren Vorgehensweise: Sie leihen sich bei anderen Marktteilnehmern Dividendenpapiere – vor allem bei Fonds -, um diese sofort wieder zu verkaufen. Sinkt der Aktienkurs wie geplant, können die im Fachjargon auch als „Shortseller“ bezeichneten Investoren die Titel später zu einem verbilligten Kurs zurückkaufen und dem Verleiher zurückgeben. Die Differenz zwischen dem Verkaufs- und dem gesunkenen Rückkaufskurs streichen die Leerverkäufer als Profit ein (aktuelle Leerverkäufe finden Sie in unserer Datenbank).

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

04.03.2016, 11:37 Uhr

Wirecard ist ein typischer Fall von einer illiquiden (Drecks)aktie mit normalerweise dünnen Umsätzen, die bestimmte Marktteilnehmer mit Insiderinformation bzw. gezielt lancierten Informationen relativ leicht Geld verdienen lässt.

Herr Marc Otto

04.03.2016, 11:50 Uhr

also ich shorte nur, wenn die Aktie eh am Fallen ist. Und das ist gut so, weil man einen Niedergang imemr beschleunigen sollte. Nur so kann man das Leiden verkürzen.

Konkret siegt das aber so aus, dass ich bei der Trade nur angeben muss, ob ich nun shorte oder longe gehe. Ist der s gleiche Vorgang, nur ist es einmal der rote Bottom und einmal ist es der grüne- . Ich selbst muss mir da nichts leihen oder was auch immer, dafür sind die Maschinen da.



Herr Burkhard Otto

04.03.2016, 12:04 Uhr

Wenn Käufer dieser Aktie rumjammern, ist das ein deutliches Zeichen für mangelndes Fachwissen. Sowas muss passieren, wenn man nach allen Maßstäben überteuerte Aktien kauft. Es wäre ein Zeichen von Marktversagen, wenn der Kurs nicht irgendwann fällt.

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