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01.07.2012

16:12 Uhr

Hilfsprogramm

EZB will Griechen entgegenkommen

EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen hat Griechenland ein Entgegenkommen beim Hilfsprogramm signalisiert. Deutliche Abweichungen von den Auflagen seien aber ausgeschlossen.

EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen ist bereit zu einzelnen Änderungen bei griechischem Sparprogramm. Reuters

EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen ist bereit zu einzelnen Änderungen bei griechischem Sparprogramm.

Nach Zugeständnissen an Spanien und Italien in der Euro-Schuldenkrise kann auch das pleitebedrohte Griechenland auf Erleichterung seines harten Sparprogramms hoffen. Die Europäische Zentralbank (EZB) signalisiert der Regierung in Athen, dass über manche Bedingung verhandelt werden könne. Von den grundsätzlichen Zielen dürfe aber nicht abgewichen werden, sagte EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen der Athener Zeitung „Kathimerini“.
Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte schon in der vergangenen Woche Bereitschaft gezeigt, die eine oder andere Auflage nachzuverhandeln.
Bundesbank-Vizechefin Sabine Lautenschläger warnte, bei einer Zuspitzung der Staatsschuldenkrise sei keine europäische Bank vor erheblichen Verlusten geschützt.
Für Griechenland beläuft sich die Summe der Hilfspakete von 2010 und 2012 inzwischen auf zusammen 240 Milliarden Euro. Hinzu kommt ein Schuldenschnitt von 105 Milliarden Euro. Im August braucht das Land die nächste milliardenschwere Kreditrate - sonst ist es pleite. Die Wirtschaft ist in der Rezession, die Sparbemühungen kommen nur langsam voran.

Beim EU-Gipfel in der vergangenen Woche in Brüssel hatte die Regierung in Athen noch einmal zugesichert, den Verpflichtungen gegenüber den Geldgebern nachzukommen. Aber Ministerpräsident Antonis Samaras hatte auch darauf gepocht, dass Änderungen nötig seien, um Arbeitslosigkeit und Rezession zu bekämpfen.
In der kommenden Woche wollen erstmals seit dem griechischen Regierungswechsel Experten der sogenannten Troika aus IWF, EU-Kommission und EZB nach Athen reisen, um die wirtschaftlichen Entwicklungen zu begutachten.
Für EZB-Direktoriumsmitglied Asmussen ist deshalb klar, dass mögliche Entscheidungen erst nach Vorlage der Ergebnisse der Buchprüfung in den nächsten Wochen möglich seien. Wenn die Regierung in Athen sage, „sie möchte die Mischung der Maßnahmen ändern, ist dies etwas, was sicherlich besprochen werden kann“, sagte er. Bei den Zielen des Sparpaktes, sehe er „keinen Rahmen für Änderungen“.

Kommentare (66)

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Account gelöscht!

01.07.2012, 11:29 Uhr

Soviel zur Troika.

Btw, kennt jemand die Zahlen von Griechenland und anderer Staaten bei der ELA? Das scheint ein weiterer stealth Bailout wie Target2 zu werden.

wutbayer

01.07.2012, 11:33 Uhr

EZB will GR entgegenkommen? Das ist klassische Desinformation. GR Bonds rentieren mit über 20% - das Land ist pleite. EZB und ESM müssen alle Bonds übernehmen und zukünftige Refinanzierungen, wenn das Land in der EU bleiben soll (wozu es ja angeblich keine Alternativen gibt). Deutschland ist mit 27% Hauptfinanzier. Der bail out für GR ist Fakt (illegal nach Maastricht, aber das kümmert sowieso niemand mehr). Alles andere was hier geschrieben wird ist mit Verlaub bull shit.

Rainer_J

01.07.2012, 11:42 Uhr

Asmussen ist doch der Müll der übrig ist, nachdem alle die etwas im Kopf haben zurückgetreten sind.

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