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17.05.2017

11:12 Uhr

Höhere Verbraucherpreise

Inflation in Europa auf dem Vormarsch

Die Inflation in der Euro-Zone ist mit einem Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Monat März bereits nahe der Zielmarke der Europäischen Zentralbank. Vor allem die Energiepreise zogen deutlich an.

Eine überdimensionale Euromünze in einem Einkaufswagen wird durch einen Supermarkt geschoben. In der Euro-Zone sind die Verbraucherpreise wieder deutlich angezogen. dpa

Verbraucherpreise

Eine überdimensionale Euromünze in einem Einkaufswagen wird durch einen Supermarkt geschoben. In der Euro-Zone sind die Verbraucherpreise wieder deutlich angezogen.

Brüssel/BerlinDie Verbraucherpreise stiegen im April um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Im März lag die Teuerungsrate lediglich bei 1,5 Prozent.

Die Energiepreise zogen im April um 7,6 Prozent an und damit etwas stärker als im März. Dienstleistungen verteuerten sich mit 1,8 Prozent wesentlich kräftiger als im Vormonat, als diese Kosten nur um 1,0 Prozent stiegen. Für Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak mussten die Bürger 1,5 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr.

Die EZB strebt mittelfristig eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Ihr Präsident Mario Draghi hatte jüngst betont, trotz aufgehellter Wirtschaftsperspektiven und abnehmender Risiken sei weiter ein „sehr substanzieller“ Konjunkturimpuls nötig. Finanzstaatssekretär Jens Spahn warnte, ohne eine baldige Normalisierung werde es negative Nebenwirkungen geben. Die EZB müsse sicherstellen, dass der Ausstieg aus der unkonventionellen Geldpolitik nicht „zu spät“ eingeleitet werde, sagte der CDU-Politiker in Berlin.

Zentralbanken und Negativzinsen

Japan

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): 0,0 Prozent

Einlagenzinssatz für Banken: -0,1 Prozent

Schweiz

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): -0,75 Prozent (15.01.2016)

Einlagenzinssatz für Banken: gestaffelt -0,75 Prozent

Dänemark

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): 0,05 Prozent

Einlagenzinssatz für Banken: -0,65 Prozent

Schweden

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): -0,5 Prozent

Einlagenzinssatz für Banken: -0,5 Prozent

Euro-Zone

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): 0,0 Prozent

Einlagenzinssatz für Banken: -0,4 Prozent

Die Währungshüter planen noch bis mindestens Dezember, Wertpapiere im Umfang von 60 Milliarden Euro pro Monat aufzukaufen, um damit die Wirtschaft anzuschieben und für einen nachhaltigen Preisauftrieb zu sorgen. An den Finanzmärkten wird darüber spekuliert, dass sie ab Januar 2018 damit beginnen werden, diese Summe abzuschmelzen und 2018 eine Abkehr von der Nullzinspolitik einzuleiten.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Herr Marc Hofmann

17.05.2017, 11:33 Uhr

Die Inflation ist mit dem EURO schon längst da...Negativ-Zinsen und Mietpreiserhöhungen...haben wir alle dem EURO zu verdanken. Hinzu kommt ein hohes Steuer- und Abgabenaufkommen = Belastung für den Bürger. Die illegale grenzenlose Einwanderung in unser Sozialsystem auf den Mietermarkt wird auch zu noch mehr Inflation (Belatung des deutschen Steuer- und Abgabenzahler) führen.

G. Nampf

17.05.2017, 11:39 Uhr

"Die Energiepreise zogen im April um 7,6 Prozent an und damit etwas stärker als im März. Dienstleistungen verteuerten sich mit 1,8 Prozent wesentlich kräftiger als im Vormonat, als diese Kosten nur um 1,0 Prozent stiegen. Für Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak mussten die Bürger 1,5 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr.

Die EZB strebt mittelfristig eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an."


Präziser:

Die EZB strebt eine eurozonenweite Durchschnitts-Kerninflation (also ohne Nahrungsmittel und Energie) an.

Was bedeutet:

Es wird bis in alle Ewigkeit grenzenlos Geld gedruckt. Das Wort "Zins" können Sparer aus ihrem Wortschatz streichen.

G. Nampf

17.05.2017, 11:40 Uhr

Sorry es muß heißen:

Die EZB strebt eine eurozonenweite Durchschnitts-Kerninflation (also ohne Nahrungsmittel und Energie) von 2% an.

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