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22.10.2016

15:27 Uhr

Ibovespa auf Rekordkurs

Brasiliens Börsenboom

Die Rally kennt kein Ende: Egal, wie sehr der brasilianische Aktienmarkt auch ansteigt, Analysten raten weiter zum Kauf – selbst nach einem Plus von 77 Prozent in diesem Jahr.

Anfang der Woche erreichte der brasilianische Aktienindex Ibovespa seinen höchsten Stand in mehr als zwei Jahren. Reuters

Wertpapierhändler an der Börse in Sao Paulo

Anfang der Woche erreichte der brasilianische Aktienindex Ibovespa seinen höchsten Stand in mehr als zwei Jahren.

São PauloDer Ibovespa hat in diesem Jahr auf Dollar-Basis bereits 77 Prozent zugelegt. Er weist damit die beste Entwicklung unter 94 Aktien-Barometern auf, die von Bloomberg beobachtet werden. Die Rally hat 16 der insgesamt 58 Index-Mitglieder über ihre durchschnittlichen zwölfmonatigen Kursziele getrieben - verglichen mit drei vor einem Jahr.

Selbst bei diesem Niveau werden Unternehmen wie die Bank Itau Unibanco Holding SA oder der staatliche Ölproduzent Petroleo Brasileiro SA von den meisten Analysten weiter als Kauf gesehen.„Wir bleiben sehr konstruktiv“, sagt Felipe Hirai, der Aktien-Stratege für Lateinamerika bei Bank of America Merrill Lynch. „Ein Großteil der bisherigen Zugewinne gehen auf das Konto gesunkener Risiko-Aversion - die Bewegung, die mit Wachstums-Erwartungen einhergeht, haben wir bisher noch nicht gesehen. Der wesentliche Vorteil, der Brasilien im Vergleich zu anderen Schwellenländern hat, ist, dass wir Prognosen für ein höheres Gewinnwachstum haben.“

Die Dax-Jahresendprognosen der Banken

Baader Bank

Indexstand Ende 2016: 10.500 Punkte

Bankhaus Lampe

Indexstand Ende 2016: 10.600 Punkte

Barclays

Indexstand Ende 2016: 10.511 Punkte

Bayern LB

Indexstand Ende 2016: 10.600 Punkte

Berenberg Bank

Indexstand Ende 2016: 10.500 Punkte

Commerzbank

Indexstand Ende 2016: 11.000 Punkte

Deka Bank

Indexstand Ende 2016: 11.000 Punkte

Deutsche Bank

Indexstand Ende 2016: 9.350 Punkte

DZ Bank

Indexstand Ende 2016: 11.000 Punkte

ING

Indexstand Ende 2016: 10.700 Punkte

JPMorgan

Indexstand Ende 2016: 10.200 Punkte

LBBW

Indexstand Ende 2016: 11.000 Punkte

SocGen

Indexstand Ende 2016: 11.100 Punkte

UniCredit

Indexstand Ende 2016: 10.000 Punkte

Die Gewinne je Aktie für Unternehmen im Ibovespa werden Schätzungen zufolge im Durchschnitt um 10 Prozent klettern in 2017 gegenüber 2016. Beobachter gehen davon aus, dass die größte Volkswirtschaft in Lateinamerika wachsen wird, nachdem sie zwei Jahre in Folge geschrumpft war.

Zum Vergleich: Beim mexikanischen IPC-Index wird für die enthaltenen Unternehmen nur ein Wachstum von 4,3 Prozent und beim südkoreanischen Kospi-Index von 8,1 Prozent gesehen.

Hinter der Rally in diesem Jahr bei brasilianischen Aktiva steht die Zuversicht, dass die Maßnahmen von Präsident Michel Temer, der vor kurzem den Job von Dilma Rousseff übernommen hatte, die fiskalen Probleme des Landes lösen und das Wirtschaftswachstum unterstützen werden.

Nur sieben der 58 Aktien des Barometers liegen im Vergleich zum Jahresbeginn im Minus. Doch selbst sie haben ein Durchschnitts-Rating über drei auf einer Skala, bei der 5 bedeutet, dass alle Analysten zum Kauf raten, und 1 aussagt, dass sie alle zum Verkauf raten. Das geht aus einer Umfrage von Bloomberg hervor.

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Die Unternehmensgewinne sollten zusammen mit der Konjunktur zum Jahresende oder im ersten Quartal 2017 an Fahrt gewinnen, sagt Hirai.

In einer Studie vom Beginn des Monats nahm Banco Itau BBA SA wieder ein Übergewichten-Rating für brasilianische Aktien in ihr Portfolio lateinamerikanischer Titel auf. Die Bank berief sich auf eine „zunehmende Anzahl an attraktiven Aktien-Namen“, selbst nach der jüngsten Rally.

Am Montag erreichte der Ibovespa im Handelsverlauf seinen höchsten Stand in mehr als zwei Jahren.

„Wir sehen Raum für einen Rückgang von Staats-Risiken-Spread auf kurze Sicht, was möglicherweise einen zusätzlichen Schritt nach oben bei den brasilianischen Aktien-Bewertungen darstellt“, schrieben Itau-BBA-Analysten um Gregorio Tomassi in einer Kundennotiz vom 3. Oktober. Eine Konjunkturerholung, die schneller als gedacht erfolge, „legt den Grundstein für eine Überarbeitungen der Prognosen nach oben“ in Branchen, die beim Aktien-Index des Landes eine starke Gewichtung hätten.

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