Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.06.2013

14:52 Uhr

2,1 Milliarden Dollar-Angebot

Unbekannter will Empire State Building kaufen

Es ist der wohl berühmteste Wolkenkratzer der Welt: das Empire State Building. Ein Unbekannter will das Wahrzeichen der Stadt New York für eine Milliardensumme kaufen. Angeblich kommt der Interessent aus dem Nahen Osten.

Das Empire State Building in New York: Malkin Holdings will einen Immobilien-Investment-Trust aufsetzen, in dem das Gebäude aufgehen würde. ap

Das Empire State Building in New York: Malkin Holdings will einen Immobilien-Investment-Trust aufsetzen, in dem das Gebäude aufgehen würde.

New YorkKurz vor dem geplanten Börsengang sind Käufer für das Empire State Building aufgetaucht. In der vergangenen Woche seien unaufgefordert zwei Gebote über 2,0 Milliarden und 2,1 Milliarden Dollar eingegangen, teilten die Verwalter Peter und Anthony Malkin den Anteilseignern in einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben mit. „Wir prüfen die Angebote und ihre Bedingungen“, hieß es weiter. Bis dahin wolle man sich nicht näher äußern.

Die niedrigere Offerte stammt vom New Yorker Immobilienmagnaten Rubin Schron, wie seine Anwälte bereits offenbart hatten. Er hatte vergangene Woche angeboten, den Wolkenkratzer für zwei Milliarden Dollar in bar zu übernehmen. Wer hinter der höheren, umgerechnet 1,6 Milliarden Euro schweren Offerte steckt, ist dagegen unbekannt. Die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg schrieb von einer Investorengruppe aus dem Nahen Osten und berief sich dabei auf deren New Yorker Verbindungsmänner.

Zuvor hatte bereits die Boulevardzeitung „New York Post“ von dem ominösen Bieter aus dem Nahen Osten berichtet. Er sei aber vermutlich kein Araber. „Für diesen Typen ist das so, als ob er ein Gemälde kauft“, zitierte das Blatt einen namentlich nicht genannten Informanten. „Es wird sehr hart, sie zu stoppen. Sie werden das Angebot so lange hochschrauben bis sie es haben.“

Beide Gebote liegen allerdings unter dem geschätzten Wert des Gebäudes von 2,3 Milliarden Dollar. Ohnehin würde ein Verkauf nicht einfach: Der legendäre Wolkenkratzer gehört 2800 Eigentümern, viele davon sind Kleinanleger. Schon zum geplanten Börsengang kam es zu Streitereien, weshalb das Vorhaben immer weiter verzögert wurde. Zuletzt hatte die Verwalterfamilie Malkin, die das Vorhaben vorantreibt, aber vor Gericht gesiegt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×