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07.11.2012

14:43 Uhr

Aktuelle Studie

Wo die Immobilienpreise explodieren

Die Deutschen reißen sich geradezu um Immobilien. Doch eine aktuelle Studie des DIW sollte Investoren und Häuslebauer misstrauisch stimmen. Denn in Großstädten gibt es erste Anzeichen für eine Preisblase.

München im Abendlicht: Die Isarmetropole bleibt die teuerste Stadt der Republik. dpa

München im Abendlicht: Die Isarmetropole bleibt die teuerste Stadt der Republik.

Bislang haben Immobilienkäufer alles richtig gemacht. Mieten und Preise steigen, die Zinsen sind so niedrig wie niemals zuvor und die Wahrscheinlichkeit höherer Inflationsraten steigt. Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung für 25 Städte zeigt, dass die Preise für 25 deutsche Großstädte in den vergangenen fünf Jahren um jährlich 6,5 Prozent gestiegen sind. Die Mieten stiegen jährlich um 1,8 Prozent.

Die DIW-Studie basiert auf Angebotspreisen des Immobilienportals Immobilienscout 24. Das Handelsblatt arbeitet ebenfalls mit dem Immobilienportal bei Preisprognosen zusammen. Auch Studien von verschiedenen Marktforschungsunternehmen wie Empirica oder Bulwien oder dem Verband der Pfandbriefbanken haben bereits steigende Immobilienpreise ermittelt.

„Die Miet- und Kaufpreise haben sich sehr unterschiedlich entwickelt“. Sagt Konstantin Kholodilin, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim DIW. In den Jahren 2007 bis 2010 stiegen die Mieten noch stärker als die Kaufpreise. Dann änderte sich der Markt. „Ab Ende 2010 überholen die Kaufpreise die Mieten und steigen immer schneller an“, sagt Kholodilin.

Vor allem die Metropolen boomen. Ein Blick auf die Preissteigerungen zeigt, wie dramatisch sich der Markt entwickelt hat. Die Preise für eine Eigentumswohnung in Hamburg stiegen seit 2007 im Schnitt um knapp 50 Prozent, in Berlin sogar um 73 Prozent. In Frankfurt und Nürnberg stiegen die Preise um 28 Prozent, in Düsseldorf um 26 Prozent. Es gibt aber auch Verlierer der Preisrally. In zehn strukturschwachen Städten, darunter Dortmund, Duisburg und Wuppertal - stagnierten die Preise oder sanken.

Die Aussichten für Käufer seien laut DIW in den Metropolen gut. In Berlin, Augsburg, Hamburg, München, Dresden und Nürnberg könnten die Wohnungspreise im nächsten Jahr sogar um mehr als zehn Prozent zulegen. Für 19 der 25 untersuchten Städte rechnet das DIW mit steigenden Preisen. Das Ruhrgebiet muss dagegen mit stagnierenden Preisen rechnen. „Der Preisanstieg lässt sich zu einem großen Teil mit der Geldpolitik der Zentralbank erklären“, sagt Kholodilin. „Die Zinssätze wurden stark reduziert, das treibt die Preise“. Die Unsicherheit über die Entwicklung im Euroraum begünstige die Flucht in Sachwerte. Zudem werde in immer mehr Großstädten Wohnraum knapp.

Kommentare (17)

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Account gelöscht!

07.11.2012, 14:50 Uhr

1. Es gibt nicht jetzt erst Anzeichen für eine Preisblase sondrn seit 2 Jahren eine Sicherheit dass hier etwas zu explodieren droht und zwar dramatisch.

2. Wie oft kommt diese "News" eigentlich pro Woche??? 2 mal? 3 mal?

Account gelöscht!

07.11.2012, 14:59 Uhr

Bis Februar 2013 wird die Blase noch halten.

WILHER

07.11.2012, 15:03 Uhr

Die Kunst ist es, in solchen Zeiten zum optimalen Zeitpunkt und damit zum Höchstpreis zu verkaufen.
Bei vermieteten Wohnungen sollte man vor dem Verkauf die Miete so hoch wie eben möglich treiben.

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