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15.11.2012

12:09 Uhr

Architektur

Ingenhoven gewinnt Internationalen Hochhauspreis 2012

VonRegina Krieger

Das zur Zeit weltweit innovativste Hochhaus steht in Australien, in Sydney. Geplant und gebaut wurde es von einem Deutschen, dem Architekten Christoph Ingenhoven.

Internationaler Hochhauspreis 2012Aus Deutschland kommt der Architekt dieses Bürohochhauses mitten in Sydney. Für die Dexus Property Group baute der Düsseldorfer Christoph Ingenhoven zusammen mit dem australischen Büro Architectus - zu dem auch der Architekt Ray Brown gehört - einen elliptischen Turm, der so raffiniert schräg im eng bebauten Straßenraster liegt, dass aus allen Büros der direkte Blick auf den Hafen von Sydney und die Harbour Bridge fällt. Beim renommierten Internationalen Hochhauspreis 2012 belegte das Gebäude den ersten Platz.

Internationaler Hochhauspreis 2012

Aus Deutschland kommt der Architekt dieses Bürohochhauses mitten in Sydney. Für die Dexus Property Group baute der Düsseldorfer Christoph Ingenhoven zusammen mit dem australischen Büro Architectus - zu dem auch der Architekt Ray Brown gehört - einen elliptischen Turm, der so raffiniert schräg im eng bebauten Straßenraster liegt, dass aus allen Büros der direkte Blick auf den Hafen von Sydney und die Harbour Bridge fällt. Beim renommierten Internationalen Hochhauspreis 2012 belegte das Gebäude den ersten Platz.

Heute Abend erhält der Düsseldorfer in der Frankfurter Paulskirche den mit 50.000 Euro dotierten Internationalen Hochhauspreis 2012. Die Jury hatte das Bürohochhaus in Sydney mit der Adresse 1, Bligh Street unter 26 Nominierungen und fünf Finalisten ausgewählt. „Mit seiner moderaten Größe ist das Gebäude in Bezug auf die großartige Gesamtqualität herausragend. Es meidet das Ikonische zugunsten einer starken Akzentuierung der Nutzerbedürfnisse und des Ausblicks für alle Büros“, heißt es in der Begründung der Jury, die sich aus Architekten, Ingenieuren, Immobilienspezialisten und Architekturkritikern zusammensetzte. Den Vorsitz hatte der Frankfurter Architekt Albert Speer.

Das Bürohochhaus mitten im Geschäftsbezirk von Sydney bricht mit 139 Metern keine Höhenrekorde, steckt dafür aber voller technischer Raffinessen. Und es verbindet ökologische Aspekte und Nachhaltigkeit. Ingenhoven, der das Bauprojekt in Kooperation mit dem australischen Büro Architectus, vertreten durch Ray Brown geschaffen hat, habe die Einbindung in den urbanen Kontext und die ökologische Ausrichtung in beeindruckender Weise realisiert, so die Jury.

Der Preisträger Christoph Ingenhoven hat auch das Konzept für den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof entworfen. dpa

Der Preisträger Christoph Ingenhoven hat auch das Konzept für den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof entworfen.

Den Internationalen Hochhauspreis verleihen die Partner DekaBank, die Stadt Frankfurt und das Deutschen Architekturmuseum (DAM) in diesem Jahr zum fünften Mal. Das Handelsblatt ist Medienpartner.

Für DAM-Direktor Peter Cachola Schmal, Mitglied der Jury, ist das Hochhaus „eines der innovativsten Projekte derzeit“, das lokale Besonderheiten wie auch den internationalen Stand der Technik berücksichtige.

Ingenhoven hat das Bürohochhaus in einer elliptischen Grundrissform entworfen und es leicht gedreht im Straßenraster realisiert, so dass alle Büros einen direkten Blick auf den Hafen von Sydney und die berühmte Harbour Bridge haben. Eine Freitreppe mit Sitzstufen führt in das erhöhte Atrium , das öffentlich zugänglich ist. Die Fassade des Foyers verfügt über verstellbare Glaslamellen und Glas-Faltelemente, die tagsüber nach oben gezogen werden und Frischluft einströmen lassen.

Der Turm ist vollständig verglast, sowohl die Binnenwände des Atriums zu den Bürogeschossen als auch die Aufzüge und die äußere, natürlich belüftete Doppelfassade – die erste für ein Hochhaus in Australien. Die Doppelfassade ermöglicht optimalen Tageslichteinfall und verringert die Wärmelasten und -verluste. Das Gebäude erhielt die höchste Nachhaltigkeits-Auszeichnung des fünften Kontinents: sechs Sterne der Australian Green Star-Klassifizierung für nachhaltiges Bauen.

Im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt werden das Sieger-Hochhaus sowie alle Finalisten und die nominierten Projekte ab morgen bis zum 13.Januar 2013 in Fotos, Modellen und Filmen ausgestellt.

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