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04.08.2014

16:08 Uhr

Bausparkasse

Neugeschäft von Schwäbisch Hall bricht ein

Die Bausparkasse Schwäbisch Hall schließt weniger Verträge ab: Das Neugeschäft könnte 2014 bis zu sechs Milliarden Euro geringer ausfallen. Im Vorjahr gab es noch einen Rekord – das hatte vor allem einen Grund.

Die Maskottchen der Schwäbisch Hall: Der Branchenprimus rechnet für dieses Jahr mit einem schlechteren Geschäft. dpa

Die Maskottchen der Schwäbisch Hall: Der Branchenprimus rechnet für dieses Jahr mit einem schlechteren Geschäft.

StuttgartBei der größten deutschen Bausparkasse Schwäbisch Hall ist nach der Umstellung auf Tarife mit niedrigeren Zinsen das Neugeschäft eingebrochen. Im ersten Halbjahr 2014 schlossen nur noch 400.000 Schwäbisch-Hall-Kunden einen neuen Bausparvertrag ab, wie der genossenschaftliche Spezialfinanzierer mitteilte.

Vor einem Jahr waren es noch doppelt so viele gewesen. Das Bausparvolumen schrumpfte um ein Drittel auf 15,7 (Vorjahr: 23) Milliarden Euro. Der Verband der privaten Bausparkassen sprach am Montag von einer branchenweiten „Normalisierung des Geschäfts“.

Schwäbisch Hall hatte im ersten Halbjahr 2013 die Zinsen für das Bausparen und die Bauspardarlehen gesenkt und vorher massiv um Kunden geworben, die sich noch die höheren Sparzinsen sichern wollten. Das hatte das Neugeschäft - auf Kosten der Konkurrenten - nach oben getrieben. In der ersten Hälfte 2014 lag Schwäbisch Hall aber auch noch unter dem Niveau des „Normal-Jahres“ 2012. Zum Jahresende erwartet der unangefochtene Branchenführer ebenfalls einen deutlichen Rückgang: Das Neugeschäft werde über 30 Milliarden Euro liegen, prognostizierte Schwäbisch Hall. Im vergangenen Jahr waren es 36 Milliarden Euround 2012 auch noch 32,8 Milliarden Euro gewesen.

Die Nummer zwei und drei unter den privaten Bausparkassen, Wüstenrot und BHW, haben beim Neugeschäft im ersten Halbjahr keinen starken Rückgang erlebt. Ein Wüstenrot-Sprecher sagte, die W&W-Tochter habe das Netto-Neugeschäft „in einem rückläufigen Markt nahezu stabil gehalten“. Von Januar bis Juni 2013 hatte es bei 5,7 Milliarden Euro gelegen. Genaue Zahlen legt W&W erst am 14. August vor. Die Postbank -Tochter BHW hatte am Freitag für das beantragte (Brutto-)Neugeschäft eine Bausparsumme von 5,4 Milliarden Euro genannt. Das Geschäft blieb damit auf Vorjahresniveau.

Brutto- und Netto-Neugeschäft unterscheiden sich zeitlich: Bei ersterem reicht die Unterschrift unter den Bausparvertrag, bei zweiterem muss auch die Abschlussgebühr bezahlt sein.

Von

rtr

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