Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.02.2016

15:17 Uhr

Bauunternehmen

Immobilienfirma WGF meldet Insolvenz an

VonKathrin Witsch

Die Westfälische Grundbesitz- und Finanzverwaltung ist zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren insolvent. Diesmal wird das Immobilienunternehmen den Insolvenzplan jedoch nicht in Eigenverwaltung ausführen.

Die meisten Objekte im Portfolio der Westfälische Grundbesitz- und Finanzverwaltung sind Wohnimmobilien in Nordrhein-Westfalen. dpa

Wohnungsbau

Die meisten Objekte im Portfolio der Westfälische Grundbesitz- und Finanzverwaltung sind Wohnimmobilien in Nordrhein-Westfalen.

DüsseldorfDie Sanierung des Düsseldorfer Unternehmen Westfälische Grundbesitz- und Finanzverwaltung AG (WGF) ist gescheitert. Nach drei Jahren meldet das Unternehmen nun erneut Insolvenz an. Das Düsseldorfer Amtsgericht hat, wie heute bekannt gegeben, Biner Bähr von der Kanzlei White&Case zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Bei der ersten Insolvenz im Jahr 2012 hatte die Immobilienfirma ihren Sanierung noch selbst bestimmen können.

Aus der ersten Zahlungsunfähigkeit, die aus hohen Bilanzverlusten im Geschäftsjahr 2011 resultierte, wollte sich das Unternehmen noch selbst befreien. In der Praxis bedeutet die Eigenverwaltung für eine Aktiengesellschaft, dass der Vorstand die Geschäfte weiterführt und die Verantwortung nicht wie bei einer Regelinsolvenz an den Insolvenzverwalter abgibt. Statt eines Insolvenzverwalters beruft das Gericht einen sogenannten Sachwalter, der quasi eine Aufsichtsfunktion über das Management ausübt.

Größte börsennotierte Wohnungsvermieter in Deutschland

Vonovia (ehemals Deutsche Annington)

360.000 vermietete Wohnungen (inkl. Gagfah)

Stand: Anfang September 2016

Deutsche Wohnen

158.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

LEG Immobilien

130.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

TAG Immobilien

76.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

Grand City Properties

82.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

Nach Bestätigung eines Insolvenzplans wurde das Verfahren durch Beschluss des Amtsgerichts dann im September 2013 aufgehoben. Vor allem Anleihegläubiger waren von der Insolvenz betroffen. Damals schaute WGF-Gründer und Vorstandsvorsitzender Pino Sergio noch positiv in die Zukunft: „Mit der Aufhebung des Insolvenzverfahrens ist der Weg endgültig frei für die 2009 begonnene Neuausrichtung der WGF AG.“

Warum die Sanierung nicht gelungen ist, konnte Insolvenzverwalter Bähr „zu diesem frühen Zeitpunkt“ in einer ersten Stellungnahme noch nicht mitteilen.
Biner Bähr war bereits in mehreren prominenten Insolvenzverfahren tätig. So zum Beispiel im Falle des Energieversorgers TelDaFax oder des Kaufhauskonzerns Hertie.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×