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09.04.2006

08:27 Uhr

Börsennotierte Immobilien-AGs

Mieterbund warnt vor Reits

Der Deutsche Mieterbund hat vehement vor der Einführung börsennotierter Immobilien-Investmentgesellschaften (Reits) gewarnt.

HB HAMBURG. Die Verlierer bei solch aggressiven Investments seien die Mieter und die Städte, sagte der Bundesdirektor der Vereinigung, Franz-Georg Rips, am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Die Wohnimmobilienlandschaft werde sich deutlich verschlechtern. Vor allem befürchtet er Mietsteigerungen, denn das Management dieser Investmentgesellschaften stehe unter dem Druck, einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen. Zudem seien Reits weniger darauf aus, nachhaltig und dauerhaft die Wohnungsbestände in Ordnung zu halten.

Bisher habe man in Deutschland Immobilienunternehmen gehabt, die Wohnungen langfristig gehalten hätten. „Wir sind jetzt auf dem Weg zum Immobilienhandel, wo mit Wohnungen genauso gehandelt wird wie mit Autos, Kühlschränken und anderen Waren.“ Letztlich sei es eine politische Entscheidung, ob Reits eingeführt würden. Rips: „Wir setzen darauf, dass diese Zulassungsentscheidung nicht positiv ausfällt. Das heißt, dass zumindest Wohnimmobilien nicht für Reits zugelassen werden.“ In Deutschland sollten Real Estate Investment Trusts (Reits) ursprünglich zum Jahresanfang gesetzlich zugelassen werden, wegen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der großen Koalition geriet dieser Prozess jedoch ins Stocken.

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