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23.01.2007

14:00 Uhr

Büromarkt

Makler noch in Champagnerlaune

VonReiner Reichel

Die Statistiker der großen Immobilienberatungsgesellschaften suchen vergeblich nach einem Jahr, in dem das Vermietungs- und Investmentgeschäft im vierten Quartal besser lief als 2006.

HB DÜSSELDORF. Das habe auch das ganze Jahr zu einem der besten gemacht. Nach Berechnungen des Beraters Jones Lang Lasalle (JLL) wurde 2006 deutlich mehr Bürofläche vermietet. Das Plus reicht von 10,7 Prozent in Hamburg bis 32,2 Prozent in Düsseldorf. Und: "Es soll weiter rund laufen", ist man bei JLL zuversichtlich. Die Konjunktur macht der Branche Beine. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Dezember auf 108,7 Punkte - ein Rekord. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte 2006 um 2,5 Prozent gewachsen sein. Der Arbeitsmarkt reagiert. Die Arbeitslosenzahlen sinken.

In einer Dienstleistungsgesellschaft wie Deutschland lautet die einfache Formel: mehr Beschäftigte brauchen mehr Büroarbeitsfläche. Allerdings nicht sofort. Zwar reichen zwei Prozent Wachstum, um zusätzliche Beschäftigung zu erreichen. Aber dann versuchen die Unternehmen erst einmal, mit dem vorhandenen Platz auszukommen. Ein Grund, weshalb die Immobilienkonjunktur der anderer Branchen hinterherhinkt.

Doch gibt das Jahr 2007 trotz der besseren Daten keinen Grund für Überschwang. Ob die Wachstumsmarke von zwei Prozent in diesem Jahr erneut überschritten wird, ist offen. Die Prognosen reichen von mehr als zwei Prozent bis unter 1,5 Prozent. Die Wirtschaftsforscher können die Folgen von Mehrwertsteuererhöhung und Steueränderungen schwer einschätzen. Für das Geschehen auf dem Immobilieninvestmentmarkt spielt außerdem die Zinsentwicklung eine gravierende Rolle. Mit billigem Geld von der Bank ließ sich zuletzt leicht ein großes Rad drehen.

Sicher ist: im vergangenen Jahr wurde der Leerstand allerorts geringer: Laut JLL lag die Leerstandsquote in den fünf Hochburgen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München mit durchschnittlich 10,7 Prozent fünf Prozent niedriger als im Vorjahr. Mit minus zehn Prozent nahm der Leerstand in München besonders stark ab, in Düsseldorf ging er nur um ein Prozent zurück.

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