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03.02.2004

14:19 Uhr

"Cash-Back-Geschäfte"

Dubioses Finanzmodell per Anzeige

"Liquidität durch Immobilienerwerb" stellen Zeitungsanzeigen in Aussicht. Dubiose Angebote - denn der Kauf einer Immobilie führt genau zum Gegenteil, zum Verlust an liquiden Mitteln.

HB BREMEN. Eine Variante solcher Angebote sind die sogenannten "Cash-Back-Geschäfte", bei denen Immobilienverkäufer und -vermittler Hand in Hand arbeiten. Der Stuttgarter Anwalt Hans-Martin Käser warnt eindringlich vor dieser Masche: "Oft handelt es sich um schwer verkäufliche Immobilien in schlechter Lage." Ein typisches Cash-Back-Geschäft beschreibt er so: Der Wert einer Wohnung betrage 40 000 Euro. Dem Interessenten werde ein Wert von 80 000 Euro vorgegaukelt und gleichzeitig zugesagt, die Bank zahle ihm beim Kauf 10 000 Euro aus. Der Bank werde ein Wert von 100 000 Euro genannt und bei ihr ein Darlehen in Höhe von 80 000 Euro beantragt. Dazu werde notariell beurkundet, dass der Käufer sein vorhandenes Eigenkapital von 20 000 Euro bereits an den Verkäufer gezahlt habe. Nach Auszahlung des Darlehens erhalte der Verkäufer 80 000 Euro, wovon er 40 000 Euro an den Vermittler überweise, der wiederum die versprochenen 10 000 Euro an den Käufer weiterreiche. Der Käufer sitzt dann auf einer viel zu teuer gekauften Immobilie.

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