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05.09.2016

11:46 Uhr

Conwert-Übernahme

Vonovia versucht's mit Freundlichkeit

Mit der feindlichen Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen war Vonovia gescheitert. Beim Versuch, sich den österreichischen Konkurrenten Conwert zu schnappen, setzt der Dax-Konzern deshalb auf eine andere Strategie.

Deutschlands größtes Wohnungsunternehmen will weiter wachsen. dpa

Vonovia-Zentrale in Bochum

Deutschlands größtes Wohnungsunternehmen will weiter wachsen.

DüsseldorfDeutschlands größter Vermieter, die Bochumer Vonovia, ist wieder auf Einkaufstour. Diesmal hat der Konzern den österreichischen Rivalen Conwert im Blick: Rund 2,9 Milliarden Euro einschließlich Schulden ist Vonovia-Chef Rolf Buch das Unternehmen wert, wie er am Montag in Bochum sagte. Dafür bekommt er 24.500 Wohnungen, 2.400 Wohnungen davon liegen in Wien, der größte Teil aber in deutschen Städten wie Leipzig und Berlin. Mit dem Management von Conwert sei man sich über das Wochenende einig geworden, sagte Buch.

Die österreichische Conwert ist ziemlich beliebt bei der deutschen Konkurrenz. Im vergangen Jahr hatte die Deutsche Wohnen ein Auge auf die Wiener geworfen – und war mit ihrem feindlichen Übernahmeversuch spektakulär gescheitert. Auch die Hamburger Adler Real Estate, die sich ein Aktienpaket von mehr als 20 Prozent der Conwert-Anteile zusammenkaufte, gelang es nicht, bei den Wienern das Heft in die Hand zu nehmen.

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Aktionäre deutscher Immobiliengesellschaften können jubeln. Schon nach dem ersten Halbjahr 2016 ist absehbar, dass die Gesellschaften im kommenden Jahr ihre Gewinne steigern – und mehr ausschütten können.

Jetzt will Vonovia-Chef Buch zeigen, wie es funktioniert: auf die nette Tour. Denn „feindliche Übernahmen funktionieren nicht“, hatte der Konzernlenker einsehen müssen. Anfang des Jahres war er daran gescheitert, den Konkurrenten Deutsche Wohnen gegen deren Willen zu übernehmen.

„Wir haben hier einen freundlichen Deal“, sagt Buch, und sein Angebot an die Conwert-Aktionäre gibt ihm zumindest auf den ersten Blick recht: Das Bochumer Unternehmen bietet wahlweise eigene Aktien oder eine – vergleichsweise geringere – Barabfindung. Vonovia werde allen Conwert-Aktionären für je 149 Conwert-Aktien 74 Vonovia-Aktien anbieten, teilte der Dax-Konzern mit.

Größte börsennotierte Wohnungsvermieter in Deutschland

Vonovia (ehemals Deutsche Annington)

360.000 vermietete Wohnungen (inkl. Gagfah)

Stand: Anfang September 2016

Deutsche Wohnen

158.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

LEG Immobilien

130.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

TAG Immobilien

76.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

Grand City Properties

82.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

Damit wird die Conwert-Aktie mit 17,58 Euro bewertet. Zugrunde liegt dabei der Schlusskurs vom vergangenen Freitag. Der durchschnittliche Wert der vergangenen sechs Monate betrage 14,20 Euro je Conwert-Aktie. Die alternativ angebotene, in Österreich verpflichtende Barzahlung soll bei 16,16 Euro je Aktie liegen. Die Annahmefrist für die Übernahmeofferte soll voraussichtlich um den 17. November beginnen.

Kommentare (5)

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05.09.2016, 12:29 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette  

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05.09.2016, 12:30 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette  

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05.09.2016, 16:16 Uhr

Ralph S.05.09.2016, 11:33 Uhr
Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof

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