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22.05.2013

10:36 Uhr

Das teuerste Haus der USA

Luxusvilla wartet auf Käufer

An der US-Ostküste steht eine Villa für fast 200 Millionen Dollar zum Verkauf. Als Käufer kommen nur Super-Reiche in Frage. Die bisherigen Besitzer nutzten es als Wochenendhäuschen. Nur: Wer macht den Garten?

Das Hauptgebäude verfügt über zwölf Schlafzimmer, neun Bäder, eine Bibliothek und einen Weinkeller. Christie's International Real Estate

Das Hauptgebäude verfügt über zwölf Schlafzimmer, neun Bäder, eine Bibliothek und einen Weinkeller.

New YorkEin Grundstück direkt am Wasser in Greenwich nahe New York City ist die derzeit wohl teuerste Wohn-Immobilie der USA. Die Altbesitzer wollen 190 Millionen Dollar (rund 147 Millionen Euro) für das Anwesen. Interessant dürfte das Angebot aller Wahrscheinlichkeit nach für Super-Reiche oder auch einen Projekt-Entwickler sein, sagt der Makler.

„Viele Leute haben eine Menge Geld gemacht. Und es gibt kaum etwas Vergleichbares (wie diese Immobilie)“, erklärt David Ogilvy, der Präsident von David Ogilvy & Associates, bei einem Interview mit Bloomberg News in seinem Büro in Greenwich. „Es wäre ein schöner Wohnort für sie.“

Das Anwesen, auch bekannt als „Copper Beech Farm“, verfügt unter anderem über ein Hauptgebäude aus dem Jahr 1898 mit gleich zwölf Schlafzimmern. Hinzu kommen ein fast 1,6 Kilometer langer und direkter Zugang zum Strand, zwei Inseln, ein 23 Meter langer Pool mit einem angeschlossenen Wellness- Center, ein Gewächshaus, ein Gras-Tennisplatz und andere Gebäude. Und die Einfahrt des Grundstücks ist fast 550 Meter lang.

Insgesamt bringt es das Anwesen den Angaben zufolge auf eine Fläche von rund 50,6 Acre. Umgerechnet sind das mehr als 200.000 Quadratmeter. Das letzte Mal wurde ein Anwesen direkt am Wasser von solchen Ausmaßen im Städtchen Greenwich im Jahr 1954 verkauft, sagt Ogilvy.

Der bisher höchste verzeichnete Verkaufspreis für eine Wohn-Immobilie in den USA liegt bei 117,5 Millionen Dollar. Diese Summe hatte Masayoshi Son, Gründer des japanischen Mobilfunkkonzerns SoftBank, im vergangenen Jahr für ein Anwesen in Woodside, Kalifornien, gezahlt.

Insgesamt werden in Greenwich derzeit unterm Strich 46 verschiedene Immobilien zu einem Preis von mehr als zehn Millionen Dollar angeboten. Das sagt Mark Pruner, Makler bei Prudential Connecticut Realty in Greenwich. Im bisherigen Jahresverlauf habe aber noch kein Objekt aus diesem Preissegment in dem Ort den Besitzer gewechselt. „Der Markt im oberen Preis-Segment ist am langsamsten“, meint er.

Kommentare (14)

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GuenterSchad

22.05.2013, 11:38 Uhr

Für europäische Leser wäre es interessant zu erfahren wie astronomisch hoch die jährliche Grundsteuer für dieses Anwesen ist (sofern es nicht als Kirche deklariert wird, wozu wohl allerdings bereits ein Andachtraum ausreicht)

Günter Schad

Account gelöscht!

22.05.2013, 11:43 Uhr

Bei Immobilienobjekten in dieser Größenordnung fangen selbst Milliardäre an, die dafür erforderlichen Bewirtschaftungs- und Instandhaltungskosten pro Jahr zu erfassen und entscheiden sich dann doch lieber für ein kleineres und günstigeres Objekt. Es sei denn, der jeweilige Kaufinteressent hat ein Ego, das noch größer ist, als das dazugehörige Grundstück.

Ich glaube nicht, dass es noch zeitgemäß ist, sich mit derartigem Eigentum und den damit verbundenen Pflichten zu belasten. Selbst bei Yachten ist das Vergnügen sie zu nutzen bereits gegeben, wenn man das Schiff nur mietet, aber nicht kauft. Die königlichen Häupter aus dem VAE machen es vor: ihre Stadtpalais stehen zum Verkauf, die nur noch von den Angestellten bewohnt und bewirtschaftet werden, aber nicht mehr von den Eigentümern. Diese reisen viel lieber mit ihrem Gefolge von Hotels zu Hotels und verweilen dort, wo es ihnen gefällt.

Nichts gegen ein Loft in New York oder anderswo, aber das besagte Grundstück direkt am Wasser in Greenwich wird sicher noch eine Weile zum Verkauf stehen.

mono

22.05.2013, 11:49 Uhr

Zu nah am Wasser.

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