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01.09.2012

13:44 Uhr

Deutsche Ferienimmobilien

Ein El-Dorado für Investoren

VonChristian Hunziker

Deutschland gewinnt als Urlaubsland mehr und mehr an Bedeutung. Vor allem in exklusiven Lagen klettern die Immobilienpreise – und damit auch die Renditechancen für Investoren. Wo der Einstieg jetzt noch lohnt.

Haus im Fischerdorf Glowe auf der Ostsee-Insel Rügen dpa

Haus im Fischerdorf Glowe auf der Ostsee-Insel Rügen

Die deutschen Ferienregionen erleben eine Renaissance. Davon ist jedenfalls die Stiftung für Zukunftsfragen überzeugt, die jährlich ihre Deutsche Tourismusanalyse vorlegt. 2011 verbrachten 37 Prozent der deutschen Urlauber ihre Ferien im Inland - deutlich mehr als zehn Jahre zuvor, als sich nur jeder Dritte für ein Urlaubsziel zwischen Sylt und Oberstdorf entschieden hatte. Für dieses Jahr rechnet Ulrich Reinhardt, Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung für Zukunftsfragen, damit, dass sich sogar 40 Prozent aller deutschen Reisenden für eine inländische Destination entscheiden werden. Von dieser Entwicklung profitiert der Markt für Ferienimmobilien. "Die Nachfrage hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt", sagt Georg Hoogendijk, Geschäftsführer der Maklergesellschaft BHW Immobilien.

Wo ein Haus mit 140 qm am meisten kostet

Rottach Egern

780.000 Euro

Icking

790.000 Euro

Spiekeroog

795.000 Euro

Sylt

810.000 Euro

Kampen

860.000 Euro

Gräfelfing

885.000 Euro

Grünwald

945.000 Euro

Pullach

975.000 Euro

Wenningstedt-Braderup

1.000.000 Euro

Tegernsee

1.200.000 Euro

Quelle: Für die aktuelle Analyse wertete das Immobilienportal ImmobilienScout24 über 2,5 Millionen Immobilienangebote aus. Um Vergleichbarkeit herzustellen, wurde hierbei ein Durchschnittshaus mit einer Wohnfläche von 140 m² in durchschnittlicher Lage im Gemeindebereich berechnet. Das durchschnittliche Baujahr beträgt 1982.

Dafür sieht er vor allem zwei Gründe: Zum einen ermöglichten die kurzen Anfahrtswege auch einen spontanen Kurzurlaub. Zum anderen wirke sich die Überzeugung aus, dass Immobilien in Deutschland Sicherheit garantierten: "Hier kennt man die Gesetze und geht von einer sicheren Geldanlage in Krisenzeiten aus." Die Nachfrage von Kapitalanlegern steigt. "Die Menschen wollen in eine sichere und anfassbare Geldanlage investieren", bestätigt Kai Enders, Vorstand des Maklerhauses Engel & Völkers. Ferienimmobilien böten dem Anleger im Gegensatz zu dauerhaft vermieteten Eigentumswohnungen zudem eine "immaterielle Rendite", da er selbst darin Urlaub machen könne. "Wer es sich leisten kann", beobachtet Enders, "verzichtet darauf, seine Ferienimmobilie zu vermieten."

Wo ein Haus mit 140 qm am günstigsten ist

Eßleben-Teutleben

55.000 Euro

Lichte

54.000 Euro

Saxler

53.000 Euro

Witzleben

52.000 Euro

Straguth

52.000 Euro

Bechstedt

52.000 Euro

Oberhain

50.000 Euro

Schwobfeld

47.000 Euro

Pennewitz

45.000 Euro

Schäplitz

38.000 Euro

Quelle: Für die aktuelle Analyse wertete das Immobilienportal ImmobilienScout24 über 2,5 Millionen Immobilienangebote aus. Um Vergleichbarkeit herzustellen, wurde hierbei ein Durchschnittshaus mit einer Wohnfläche von 140 m² in durchschnittlicher Lage im Gemeindebereich berechnet. Das durchschnittliche Baujahr beträgt 1982.

Das gilt jedoch nicht für alle Käufer. "Der Anteil der Kapitalanleger unter den Käufern ist gestiegen", sagt Per Barlag Arnholm, der als Geschäftsführer von Helma Ferienimmobilien derzeit an der Ostseeküste mehrere Ferienhausanlagen baut. Auch seine Kundschaft ist getrieben von der Angst vor Inflation und motiviert durch das niedrige Zinsniveau. Wenn Standort, Nutzungskonzept und Unterhaltskosten stimmten, sei ein Ferienhaus "eine sichere und renditestarke Geldanlage", ist Arnholm überzeugt. Nach seinen Worten lassen sich Ferienhäuser in guten Lagen auf der Ostseeinsel Rügen teilweise mehr als 250 Tage im Jahr vermieten. Das Hamburger Maklerhaus Grossmann & Berger berichtet für Sylt sogar von einer Vermietungsauslastung von 300 Tagen und mehr.

Kommentare (7)

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Alfred_Neumann

01.09.2012, 14:59 Uhr

Was haben Sie geraucht, lieber Herr Hunziker ?

Account gelöscht!

01.09.2012, 15:43 Uhr

aha, eine fundierte Analyse!

senfra

01.09.2012, 16:12 Uhr

Die "Deutschen" bleiben im Land weil ihnen das Geld ausgeht.

Und wer investiert in schwindende Kunden ??

Wird vermutlich von Banken empfohlen.

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