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05.11.2014

13:02 Uhr

Die besten Lagen in Berlin

Der heißeste Immobilienmarkt Deutschlands

VonJens Hagen

ExklusivIn keiner anderen Stadt fließt so viel Geld in Wohnimmobilien wie in Berlin. Sympathisches Weltstadt-Flair und moderate Preise locken die Käufer. Eine Analyse zeigt die besten Lagen der Stadt und des Umlandes.

Die teuerste Adresse in der Hauptstadt: Der Hausvogteiplatz 14.

Die teuerste Adresse in der Hauptstadt: Der Hausvogteiplatz 14.

Das grau-weiß gestrichene Haus am Hausvogteiplatz 14 in Berlin sieht auf den ersten Blick eigentlich nicht sehr spektakulär aus. Die Unterkunft des Konsulats der Mongolei wirkt hochmodern, aber nicht protzig. Das Gebäude in bester Lage in der Nähe des Gendarmenmarkts soll offen wirken und gleichzeitig an klassische Altbau-Architektur erinnern.

Trotz allem baulichen Understatement ist das Objekt derzeit Gesprächsthema Nummer eins in der Berliner Immobilienszene. Der zuständige Makler meldet, dass er eine Eigentumswohnung zum Preis von rund 20.000 Euro pro Quadratmeter verkauft hat. Wenn die Angaben stimmen sollten – der Kaufvertrag ist nicht öffentlich zugänglich – dann wäre eine neue Schallmauer in der Berliner Immobilienrally durchbrochen.

„Noch vor einem Jahr hätte ich solche Preise nicht für möglich gehalten“, sagt Sebastian Fischer, Geschäftsführer des Berliner Maklerbüros von Engel & Völkers. Bei Luxusobjekten wie etwa dem von Desinger Philippe Starck eingerichteten Wohnhaus Yoo, den Top-Wohnungen im Beisheim Center am Potsdamer Platz oder den Kronprinzengärten direkt an der Prachtstraße Unter den Linden rechneten Makler eher mit Preisen um die 15.000 Euro pro Quadratmeter. Und nicht nur der Luxusmarkt boomt in der Hauptstadt.

Mit einem Transaktionsvolumen von rund 4,3 Milliarden Euro verdrängte Berlin nach Daten der Gutachterausschüsse, die alle Immobilien-Kaufverträger der Notare analysieren, erstmals München vom ersten Platz der umsatzstärksten Städte für Eigentumswohnungen.

Immobilienrenditen privater Anleger

Negative Rendite

6,9 Prozent
Erklärung: 6,9 Prozent aller privaten Anleger haben im Jahr 2012 mit Immobilieninvestitionen eine negative Bruttorendite erzielt. Alle hierauf folgenden Werte beziehen sich auf das Jahr 2012. Quelle: DIW, SOEP-Panel.

Keine Rendite

35,8 Prozent

Bis 2,0 Prozent Rendite

14,7 Prozent

2,1 bis 4,0 Prozent Rendite

20 Prozent

4,1 bis 6,0 Prozent Rendite

10,7 Prozent

6,1 bis 8,0 Prozent Rendite

6,2 Prozent

Über 8,0 Prozent Rendite

5,5 Prozent

Der Umsatz in der Hauptstadt lag eine halbe Milliarden Euro höher als in München. Auch die Leerstände sinken. Laut dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen standen Ende 2013 nur noch zwei Prozent aller Wohnungen leer. Um die Jahrtausendwende waren es noch sechs Prozent.

„Auch wenn sich die Preiskurve in Berlin abschwächt und weiteres Preiswachstum vermutlich moderater ausfällt als in den Vorjahren, ist der Wohnungsmarkt kerngesund“, sagt Fischer. „Auch das Umland profitiert, einige Lagen, zum Beispiel Potsdam, haben sich zu noblen Vorort der Großstadt – ähnlich der Taunuslage bei Frankfurt oder dem Starnberger See in der Nähe von München - entwickelt.“

„Es sind vor allem Zuzügler, die derzeit verstärkt als Käufer von Wohneigentum in Berlin auftreten“, sagt Steffen Hanschmann, Geschäftsführer des Wohnungsbau-Unternehmens Baywobau Baubetreuung. Dazu zählt etwa die goldene Generation, also Käufer ab dem 50. Lebensjahr, die Infrastruktur und kulturelles Angebot in der Hauptstadt schätzen.

Kommentare (17)

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Herr Helmut Paulsen

05.11.2014, 10:16 Uhr

Berlin ist die beknackteste Stadt Deutschlands, direkt hinter Bremen.

HARTZ4-Hochburg und viele Stadtteile, wo sich die Polizei allein nicht mehr reintraut.

Geldfress-Maschine für "Kultur" und Subventionen jeder Art.

(...)

http://www.handelsblatt.com/politik/international/republikaner-siegen-us-kongresswahl-hat-konsequenzen-fuer-deutschland/10935898.html

Herr Walter Schimpf

05.11.2014, 10:36 Uhr

Berlin ist ein großes Dreckloch. Wird gewaltig überschätzt.

Frau Ute Umlauf

05.11.2014, 10:36 Uhr

Berlin ist eine dreckige Stadt. (...)

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