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11.11.2012

19:53 Uhr

Dublin

Es gibt ein Leben nach der Blase

Die irische Hauptstadt Dublin war eines der Epizentren der geplatzten Immobilienblase in Europa. Nun gibt es Anzeichen für eine Erholung. Der Preisverfall ist gestoppt, solvente Käufer steigen ein.

Zentrum von Dublin: Die Immobilienpreise stabilisieren sich. dapd

Zentrum von Dublin: Die Immobilienpreise stabilisieren sich.

Im Immobilienmarkt in Dublin geht wieder was. Zahlreiche positive Verkaufsergebnisse machen Mut. So erzielte ein Einfamilienhaus aus viktorianischer Zeit in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums im Oktober 2,05 Millionen Euro, immerhin 17 Prozent mehr als der Mindestpreis des Verkäufers. Im September hatten die Immobilienpreise in Dublin um 2,6 Prozent zugelegt. Insgesamt sind die Preise für Wohnimmobilien in Irland im September den dritten Monat in Folge gestiegen, wie die irische Statistikbehörde Central Statistics Office mitteilte.

Irland wird für Immobilienkäufer attraktiver. “Ich habe das erste Mal in Irland gekauft”, sagt rtwa Neil Cotter, der in der Finanzbranche in Gibraltar tätig ist und auf einer Immobilienauktion im Oktober drei Wohnungen in Dublin ersteigerte. Angeschaut habe er sich verschiedene europäische Immobilienmärkte, aber Irland erschien ihm “am attraktivsten”.

In den zehn Jahren bis 2007 galt Irland mit seiner boomenden Wirtschaft und den höchsten Wachstumsraten in Europa noch als “keltischer Tiger”. Seit dem Höhepunkt des Booms sind die Immobilienpreise um schmerzhafte 55 Prozent gefallen und haben dabei den Bankensektor nahezu ruiniert. Irland musste an der Seite von Griechenland und Portugal um Hilfe bei der EU nachsuchen.

Banker und Analysten haben über eine Bodenbildung der Krise auf dem Immobilienmarkt zwar noch keine einheitliche Meinung. Einig sind sich Marktbeobachter allerdings über die Notwendigkeit einer ausreichenden Kreditvergabe für Immobilien durch die Banken. Die ist nach Angaben der Irish Banking Federation um bis zu 95 Prozent unter den Höchststand zurückgefallen.

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“Ich rufe hier jetzt keinen massiven Erholungstrend aus, aber die Anleger werden irgendwann zurückschauen und dabei eine ganze Menge verpasster Chancen erkennen, wenn sie nur das Geld gehabt hätten”, sagte Keith Lowe vom Dubliner Makler Douglas Newman Good. Die Banken müssten ihrerseits verstehen, dass sie für eine ordentliche Erholung auch die entsprechenden Hypotheken ausreichen müssten.

Kommentare (2)

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svebes

12.11.2012, 00:18 Uhr

Tja, wie war der Spruch aus den 80ern in Deutschland? Nach Tripper, Siphylis und Cholera ist die Maklerpest nun da. Auf zur nächsten Blase. Wenn sich dieses Geschmeiss wieder anfängt für irgendetwas zu interessieren wird es schnell wieder ungesund auf dem Markt.

Account gelöscht!

12.11.2012, 06:43 Uhr

Die Rente kann sich Cotter wohl jetzt schon abschmicken. Es ist doch schon sehr bedenklich wie sich das Handelsblatt hier mal wieder zum Handlanger der Politik und der Makler macht.

170,000 der Hypotheken in Irland sind bereits im Verzug, Tendenz steigend, und die irischen Banken leugnen weiterhin die Ausmaße der Verluste in Irland.

Auf fast 20 Milliarden wird sich das Haushaltsloch beziffern lassen in 2012. Und die Elite stopft sich weiter die Taschen in Ireland. Das ist ein Land in den letzten Zügen und das Handelsblatt möchte ihnen, geneigter Leser, diese Zeitbombe ins Portfolio legen.

http://www.newstalk.ie/2012/news/almost-170000-mortgage-customers-now-in-arrears-conference-told/

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