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22.01.2007

19:45 Uhr

Düsseldorf

Investoren für Nobelquartier gesucht

Stadt Düsseldorf sucht Investor für den so genannten "Kö-Bogen". Dort, am Kopf der noblen Königsallee, soll ein Bürokomplex entstehen.

HB DÜSSELDORF. In Düsseldorf reifen die Pläne für die Neugestaltung des nördlichen Endes der Flanier- und Einkaufsmeile Königsalle. Die Stadt will bis zur Sommerpause einen Bebauungsplan für dieses durch eine verkehrsreiche Straße sowie eine Straßenbahnlinie vom Park Hofgarten getrennte Straßenende öffentlich auslegen. Nach den Worten von Hans-Dieter Jansen vom Baudezernat der Stadt wird der Plan auch die Neugestaltung des im Osten anschließenden Jan-Wellem-Platzes umfassen. "Die Stadt möchte Wunden, die im Krieg und danach entstanden sind, heilen", erklärt Jansen.

Auf einem "herausragenden Standort" in der Stadt, so Jansen, soll ein Bürogebäude mit 34 000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche, "Kö-Bogen" genannt, entstehen. Wenn der Rat der Stadt den Plänen zustimmt, sind die formalen Bedingungen für den Baustart noch im Jahr 2007 erfüllt.

Doch ohne Investor wird sich kein Baukran drehen. Der Investor wird jedoch noch gesucht. Die von der Düsseldorfer "Rheinischen Post" ins Spiel gebrachte Bank HSBC Trinkaus & Burkhardt äußert sich dazu nicht. HSBC Trinkaus habe Platzbedarf, sagte ein Sprecher lediglich. Auch die Stadt spricht nicht über Kontakte zu potenziellen Investoren. Städteplaner Jansen sagt aber: "Es ist bekannt, dass die Corpus-Gruppe Interesse an dem Projekt hat." Am Immobilieninvestor und -makler Corpus sind drei Sparkassen, darunter die Stadtsparkasse Düsseldorf, je zu einem Viertel beteiligt.

Beginnen wird die Entwicklung des Geländes mit dem Bau eines U-Bahn-Tunnels. Die Bauarbeiten dafür sollen im Sommer beginnen und werden sich bis zum Jahr 2014 hinziehen. Auch der Autoverkehr soll künftig unterirdisch verlaufen. "Der Erlös aus den Grundstücken soll einen wesentlichen Teil der Unterführung finanzieren", sagt Jansen. Bereits der erste Abschnitt würde auch die Schadowstraße, eine der Einkaufstraßen mit den höchsten Mieten in Deutschland, stärker an die "Kö" mit ihren Luxusläden anbinden.

Diesem ersten Bauabschnitt soll die Gestaltung der östlich angrenzenden Fläche bis zum so genannten Drei-Scheiben-Haus folgen. Das Gebäude verlässt der Stahlkonzern Thyssen-Krupp im nächsten Jahr. Edmund Spohr, Düsseldorfer Architekt und Städteplaner, bringt in diesem Zusammenhang den Abriss der absehbar sanierungsbedürftigen, über diese Fläche verlaufenden Hochstraße ins Gespräch. Der Haken: Die im Volksmund "Tausendfüßler" genannte Trasse steht unter Denkmalschutz.

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