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24.05.2013

15:12 Uhr

Einkaufstour in Irland

Preisverfall bei Schlössern lockt Käufer

Der größte Landbesitzer der USA kauft ein Schloss in Irland - weil seine Frau daran Gefallen gefunden hat und weil das Anwesen so günstig ist. In Irland steht eine Vielzahl von Schlössern zum Verkauf. Die Preise fallen.

Humewood Castle in Wicklow County: Der neue Besitzer will vier Mal im Jahr nach Irland kommen, um „sein Alter zu genießen“. Christie's International Real Estate

Humewood Castle in Wicklow County: Der neue Besitzer will vier Mal im Jahr nach Irland kommen, um „sein Alter zu genießen“.

Der Milliardär John Malone ist der größte Landbesitzer in den USA. Jetzt hat er seinen Blick auf das Land seiner Vorväter gerichtet. Der 72-jährige Chairman von Liberty Global - zu dem auch die deutschen Kabelanbieter Unitymedia und Kabel BW gehören - hat für etwa acht Millionen Euro das neugotische Humewood Castle in Irland erstanden. Seine Frau habe an dem Schloss Gefallen gefunden, wie er im Interview mit Bloomberg News erklärte.

„Wir nennen es unser Grüne-Banane-Projekt”, sagt Malone. „Es wird ein paar Jahre dauern, bis es fertigrestauriert ist.”

Malone zählt zu einer wachsenden Zahl von Amerikanern, die sich ihrer irischen Wurzeln besinnen und Herrenhäuser und Schlösser auf der grünen Insel kaufen. Die Preise sind günstig nach dem schlimmsten Immobilienmarkt-Crash in Westeuropa. Bei neun der zehn größten Verkäufe von Landhausvillen im vergangenen Jahr kam der Käufer aus dem Ausland, wobei 40 Prozent davon wiederum Amerikaner waren, belegen Daten des Immobilienmaklers Sherry FitzGerald.

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„Die Erfahrungen von 2013 bestätigen, dass sich dieser Trend fortsetzt, wenn nicht sogar verstärkt”, sagt David Ashmore, Chef für den Landhaus-Verkauf bei Sherry FitzGerald.

Ein ausländischer Käufer erstand im vergangenen Monat „Ardbraccan”, ein Landhaus aus dem 18. Jahrhundert mit knapp 50 Hektar Land. Die Preisvorstellung des Verkäufers hatte bei 4,9 Millionen Euro gelegen, erklärte der verantwortliche Makler Savills. Wie die Irish Times berichtete, war der Käufer Charles Noell, der Gründer der US-Beteiligungsgesellschaft JMI Equity.

Kommentare (1)

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24.05.2013, 18:41 Uhr

1. Der größte Landbesitzer in den US?
Ich dachte immer das sei
a) die Regierung
b) die Indianer durch deren Reservate und
c) die Eisenbahngesellschaften

2. Aufenthaltserlaubnis? Na klar, aber was macht man wenn einem die Regierung es schriftlich zusichert, daß man so häufig und jeweils solange man will sein Geld im Land ausgeben darf und später die schriftliche Zusage zurückzieht, "weil sich die Gesetze geändert haben". Ist einem Bekannten von mir passiert. Es war die Regierung der USA! Jetzt darf er nur noch 180 Tage im Jahr mit einem Besuchervisum dahin.

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