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02.04.2013

08:07 Uhr

Empire State Building

Zoff um New Yorks Wahrzeichen

VonNils Rüdel

Das Empire State Building soll an die Börse. Das will der Haupteigner des Wolkenkratzers. Doch er hat Hunderte Miteigentümer gegen sich: Sie fürchten, er wolle sie über den Tisch ziehen. Jetzt entscheidet ein Richter.

Das Empire State Building soll an die Börse. Reuters

Das Empire State Building soll an die Börse.

New YorkEin bedrucktes Schnapsglas, die Bronze-Statue, oder vielleicht doch lieber nur eine Postkarte: Wenn sich Besucher ein Andenken an das Empire State Building kaufen wollen, finden sie in einem der Nippes-Läden im berühmtesten New Yorker Wolkenkratzer eine große Auswahl.

Künftig kann man möglicherweise ein sehr viel wertvolleres Souvenir erwerben – einen Teil des Empire State Buildings selbst. Denn das 381 Meter hohe Wahrzeichen, das jährlich vier Millionen Besucher anzieht, soll noch in diesem Jahr an die Börse gehen.

Zusammen mit 18 weiteren Objekten in New York soll es in eine neue Gesellschaft namens Empire State Realty Trust eingebracht und dann an der New York Stock Exchange gehandelt werden. Es wäre einer der größten Börsengänge einer Immobilien-Aktiengesellschaft (REIT) aller Zeiten in Amerika.

So wollen es zumindest die Haupteigentümer, der 79-jährige Immobilien-Tycoon Peter Malkin und dessen Sohn Anthony, 50, der das Familiengeschäft leitet. Seit einem Jahr drängt die Familie, allen voran Malkin Junior, die anderen rund 2.800 Eigentümer, den Plan zu unterstützen. Doch es gibt heftigen Widerstand: Viele von ihnen fühlen sich über den Tisch gezogen. Sie machen Stimmung gegen den Börsengang, weil sie um den Wert ihrer Anteile fürchten.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Die Hürde für die Malkins liegt hoch. 80 Prozent der Eigner müssen sie überzeugen, sonst ist ihr Plan gescheitert. Um sich und den Miteigentümern mehr Zeit zu geben, wurde in dieser Woche die Frist zur Zustimmung bis mindestens 8. April verlängert.

Man wolle erst abwarten, bis ein New Yorker Gericht Anfang Mai geurteilt hat, teilte Malkins Anwalt Stephen Meister mit. Der Richter muss über eine Klage der Gegner entscheiden, die sich mit einer Bestimmung des Plans nicht abfinden wollen: Demnach sollen Verweigerer zwangsweise mit 100 Dollar je 10.000 Dollar investiertem Geld herausgekauft werden können. „Jetzt besteht für niemanden mehr Druck“, sagte Meister. Alle Beteiligten könnten „erholsame Feiertage genießen“.

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