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28.01.2005

09:52 Uhr

Empirica: München wird am ehesten von einem Konjunkturaufschwung profitieren

Die Immobilienmärkte in den Regionen driften weiter auseinander

Wo die Exportindustrie floriert, wird es auch dem Immobilienmarkt gut gehen. Das ist der Kern der Frühjahrsprognose von Marie-Therese Krings-Heckemeier, Geschäftsführerin der auf Immobilienmarktanalysen spezialisierten Empirica GmbH. Deshalb erwartet Krings-Heckemeier, dass die Entwicklung von Wirtschaft und Immobilienmarkt der verschiedenen Regionen weiter auseinander driften.

rrl MÜNCHEN. Die Arbeitsplätze im lokalen Sektor seien weitgehend unabhängig vom Auf und Ab der Konjunktur, sagte Krings-Heckemeier auf dem Immobilienkongress „Cimmit“, der in dieser Woche in München stattfand. Die für den Export arbeitenden Wirtschaftszweige bestimmte die Dynamik einer Region. Sie würden Kaufkraft in eine Region bringen. „Starke Regionen verfügen über zahlreiche Arbeitsplätze im überregionalen, exportorientierten Sektoren, dynamische Regionen zeichnen sich durch eine kraftvolle Entwicklung in möglichst vielen exportorientierten Sektoren aus.“ Wie andere Analysten geht auch Krings-Heckemeier davon aus, dass prosperierende Regionen Menschen anziehen. Zuzug führt zu steigendem Bedarf in allen Immobiliensegmenten. Der Bedarf an Büroarbeitsplätzen und Wohnflächen nimmt zu und die zusätzliche Kaufkraft generiert eine höhere Nachfrage im Einzelhandel.

Unter den Metropolregionen Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln, Frankfurt/M. und München hob Krings-Heckemeier ganz besonders den Großraum München hervor. „Die Exportbasis in München ist so breit und dynamisch aufgestellt, dass München vom nächsten Konjunkturaufschwung wiederum stärker profitieren dürfte als andere Regionen.“ Die Folge einer weiteren Zuwanderung könnte dort allerdings eine wachstumshemmende Wohnungsnot auslösen, wenn das Wohnungsangebot nicht erhöht werde.

Die Empirica-Analyse ist Teil des gemeinsam mit den Beratungsunternehmen Bulwien-Gesa AG und GfK Prisma vorgestellten Frühjahrsgutachtens des Rats der Immobilienweisen. Darin kommen die Weisen zu der Ansicht, dass es auf dem Deutschen Immobilienmarkt in diesem Jahr noch keine durchgreifende Änderung geben wird. „Auf dem Büroimmobilienmarkt ist der Unvermietbarkeit von Objekten oft nur noch durch Abriss beizukommen“, meinen die Experten von Bulwien-Gesa. Um ein Bürohaus am Markt zu halten, müsse es nach 20 bis 30 Jahren komplett saniert werden, was nicht weniger als ein Neubau koste.

Abriss ist auch das Konzept gegen drohende Leerstände in Mietwohnungen. Die so frei werdenden Flächen sollten mit Einfamilienhäusern bebaut werden, empfahl Krings-Heckemeier in München.

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