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25.06.2016

08:42 Uhr

Ferien-Immobilien

Wie Ferienhausvermieter die höchste Rendite rausholen

VonAndreas Toller
Quelle:WirtschaftsWoche Online

Ferienhäuser und -wohnungen gelten als rentable Geldanlage in Zeiten niedriger Zinsen. Doch ob die Vermietung klappt und zudem genügend Rendite abwirft, hängt von vielen Faktoren ab. Was Sie wissen müssen.

Ein Ferienhaus zu besitzen, kann ganz schön mühsam sein. dpa

Ferien-Immobilien

Ein Ferienhaus zu besitzen, kann ganz schön mühsam sein.

Die coolste Unterkunft bei der Fußball-Europameisterschaft in Paris haben wohl die vier glücklichen Sieger eines Gewinnspiels von HomeAway: Auf der ersten Plattform des Eiffelturms richtet der Ferienhausvermittler eine Ferienwohnung ein, die nacheinander von den auserwählten Gewinnern mit jeweils bis zu fünf Begleitpersonen bewohnt werden dürfen – inklusive fantastischem Panoramablick auf die Seine, den Montmartre, den Arc de Triomphe – und nicht zuletzt auf die Fan-Meile mit gigantischem Public Viewing. Zentraler und näher können Fans ohne Stadiontickets die Euro 2016 kaum erleben. Sicher das exklusivste Ferienapartment, dass Paris je zu bieten hatte - leider nur vorübergehend.

Dabei hat der Markt für Ferienwohnungen und -häuser derart spektakuläre Angebote nicht mal nötig. Ferienhausurlaub wird immer beliebter, das Geschäft brummt. Trotz steigenden Angebots und selbst nach zehn Jahren, in denen Ferienhäuser als Investitionsobjekt stark gefragt waren, ist der Markt offenbar noch nicht gesättigt: der Bedarf an Ferienhäusern und -wohnungen nimmt weiter zu.

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Der Deutsche Ferienhausverband erwartet, dass Ferienimmobilien in den kommenden Jahren weiter zum Pauschaltourismus aufschließen. Bereits jetzt setzt die Ferienhausbranche rund acht Milliarden Euro pro Jahr um. Davon entfallen allein 5,5 Milliarden Euro auf die privaten Ferienhausvermieter – ein Indiz dafür, dass Ferienhausurlaub nicht nur zunehmend gefragt wird, sondern sich auch für Vermieter lohnt.

Vermietung zur Finanzierung

Wer hätte nicht gern ein Domizil am Meer oder eine Hütte in den Bergen, die man sein Eigen nennen kann? Der Traum vom eigenen Ferienhaus lässt sich aber häufig nur finanzieren, wenn die Immobilie auch Mieteinnahmen generiert. Der Erfolg als Vermieter entscheidet oft darüber, ob das Ferienhaus irgendwann auch zur sicheren Einnahmequelle wird.

Leicht gesagt, aber trotz wachsender Nachfrage alles andere als einfach. Denn ob sich Ferienhaus oder -wohnung rechnen, hängt von vielen Faktoren ab.

Solide Einnahmequelle

Die im März erschienene Marktanalyse von FeWo-direkt, einem Ferienhausvermittler, der zur HomeAway-Gruppe gehört, und dem Immobilienmakler Engel & Völkers, zeigt, welche Bruttorenditen Ferienhausvermieter erzielen. Demnach liegen die Bruttomieteinnahmen für eine Ferienimmobilie bei durchschnittlich 14.500 Euro pro Jahr. Allerdings mit starken Ausschlägen nach oben und unten.

Etwa ein Drittel der Vermieter hat zwischen 5000 und 10.000 Euro, 18 Prozent haben 10.000 bis 15.000 Euro an Mieteinnahmen pro Jahr. Knapp ein Drittel nimmt noch mehr ein. Wichtig für Investoren: Für die Mehrheit der Vermieter sind diese Einnahmen relativ gleichbleibend von Jahr zu Jahr erreichbar. Die Auslastung der Ferienimmobilien steigt sogar seit einigen Jahren.

Das zentrale Kriterium für Urlauber, sich für eine bestimmte Immobilie zu entscheiden, ist die Lage. Dementsprechend entscheidet sie nicht nur über das Vermietungspotenzial, sondern auch über das Wertsteigerungspotenzial. „Schlecht für die Vermietung sind generell Lagen weit weg vom Meer“, erklärt Göran Holst, stellvertretender Vorsitzender beim Deutschen Ferienhausverband (DFV) und Gründer der Ferienhausvermittlung Travanto. „Außerdem braucht es Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe sowie eine gute Anbindung, damit sich Urlauber wohl fühlen und wiederkommen. Auch Freizeitangebote in der Nähe sind wichtig, zum Beispiel ein Reiterhof.“

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