Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.10.2014

11:49 Uhr

Finanzierung durch Kapitalerhöhung

LEG kauft fast 10.000 Wohnungen von Annington

Schuldenabbau bei der Deutschen Annington: Der Immobilienkonzern verkauft rund 10.000 Wohnungen an den Konkurrenten LEG. Das Unternehmen wiederum finanziert das über eine Kapitalerhöhung.

Wohnungsverkauf: Die Deutsche Annington versucht sich am Schuldenabbau. dpa

Wohnungsverkauf: Die Deutsche Annington versucht sich am Schuldenabbau.

FrankfurtDer Immobilienkonzern LEG bläst zum Angriff auf die Konkurrenz. Das Düsseldorfer Unternehmen übernimmt für eine halbe Milliarde Euro 9600 Wohnungen in Nordrhein-Westfalen und vergrößert seinen Bestand damit auf einen Schlag auf 110.000 Einheiten. Die Lücke zu den größten börsennotierten Wohnungsgesellschaften hierzulande schließt sich ein Stück - Marktführer bleibt aber die Deutsche Annington mit fast doppelt so vielen Wohnungen, gefolgt von Deutsche Wohnen/GSW und Gagfah.

Die einst landeseigene Immobiliengesellschaft hatte Anfang 2013 ihr Börsendebüt gefeiert. Um die Gunst der Anleger warb Vorstandschef Thomas Hegel damals mit dem Versprechen, rasant zu wachsen. Bis Ende dieses Jahres wollte er insgesamt 10.000 Wohnungen dazukaufen - nun sind es sogar 19.000 geworden. Künftig kann er sich auch Übernahmen außerhalb der Heimatregion vorstellen, wie er in dieser Woche in einem Reuters-Interview am Rande der Immobilienmesse Expo Real in München sagte. Generell plant er den Zukauf von etwa 5000 Einheiten pro Jahr, um das Image des Übernahmekandidaten abzuschütteln.

Die besten Standorte für Immobilieninvestitionen

Das Rating

Die Vermögensberatung Feri hat das Investitionspotenzial deutscher Städte untersucht. Das Ergebnis: Die besten Chancen bieten nicht die teuren Metropolen, sondern Orte in zweitbester Lage, so genannte „B-Städte”. Diese zeichnen sich durch eine stabile Wirtschaft, gute Infrastruktur und Bildungsmöglichkeiten aus. Das Ranking im Einzelnen:

1. Ingolstadt

Punkte:75,1
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 10,7 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 8 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +15,3 Prozent

2. Wolfsburg

Punkte:70,8
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 3,4 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 6,8 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +14,6 Prozent

3. Jena

Punkte:70,2
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 7,0 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 7,1 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +13,8 Prozent

4. Potsdam

Punkte: 68,2
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 6,3 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 6,5 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +15,3 Prozent

5. Münster

Punkte: 68,1
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 6,9 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 7,8 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +14,8 Prozent

6. Erlangen

Punkte: 67,5
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 5,9 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 8,1 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +15,0 Prozent

7. Regensburg

Punkte: 67,0
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 9,5 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 7,4 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +15,2 Prozent

8. Hamburg

Punkte: 66,5
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 5,6 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 9,1 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +16,2 Prozent

9. Oldenburg

Punkte: 66,3
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 7,0 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 9,1 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +13,4 Prozent

10.Leipzig

Punkte: 66,2
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 1,5 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 5,4 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +13,7 Prozent

Den jüngsten Deal gab Hegel am Donnerstagabend bekannt, das Portfolio stammt von der Annington. Der LEG-Chef machte klar, dass dies noch nicht das Ende der Fahnenstange ist: "Wir werden auch zukünftig die Marktstellung unserer Bewirtschaftungsplattform ausbauen", kündigte er an. An der Börse herrschte am Freitag jedoch eher Katerstimmung, denn die Übernahme geht mit einer Kapitalerhöhung einher, der ersten seit dem Börsengang: Die LEG-Aktie büßte über zwei Prozent auf 50,80 Euro ein und verlor damit stärker als der Nebenwerteindex MDax.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×