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20.11.2013

20:44 Uhr

Finanzkreise

IVG-Hybridgläubiger gehen endgültig leer aus

Die Zeichner einer 400 Millionen Euro schweren Hybridanleihe des insolventen Immobilienkonzerns IVG verlieren offenbar ihr Geld. Das Amtsgericht Bonn wies einen entsprechenden Antrag von Hybridgläubigern ab.

Das hoch verschuldete Immobilienunternehmen IVG soll über die Umwandlung von Verbindlichkeiten in Eigenkapital saniert werden. dpa

Das hoch verschuldete Immobilienunternehmen IVG soll über die Umwandlung von Verbindlichkeiten in Eigenkapital saniert werden.

Frankfurt/MainDie Zeichner einer 400 Millionen Euro schweren Hybridanleihe des insolventen Immobilienkonzerns IVG gehen offenbar wie die Aktionäre endgültig leer aus. Das Amtsgericht Bonn wies am Mittwoch den Antrag von Hybridgläubigern ab, die Anleihe als werthaltige Forderung in der Insolvenz anzumelden, wie zwei mit dem Beschluss vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Das Gericht begründete den Ausschluss damit, dass die Zeichner der Anleihe aller Voraussicht nach nicht mit einem Erlös aus der Insolvenz rechnen könnten. Das Gericht war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar, die IVG wollte sich nicht äußern.

Die Kläger hatten den Insidern zufolge ein Gutachten vorgelegt, wonach die Immobilien vom Sachwalter der IVG mit einem deutlich zu niedrigen Wert angesetzt worden seien. Bei einer realistischen Bewertung könnten die Forderungen aller vorrangigen Gläubiger bedient werden, so dass auch für die Hybridgläubiger noch ein Anteil am Eigenkapital übrig bleibe, argumentierten sie. Dies sei vom Gericht aber zurückgewiesen worden.

Mit Niedrigzinsen zum Eigenheim

Warum lohnt sich derzeit der Bau oder Kauf eines Hauses besonders?

Langfristige Baukredite mit festen Zinsen für zehn Jahre gibt es derzeit mit einer Verzinsung von deutlich unter zwei Prozent. Allerdings haben die Preise für Immobilien besonders in Großstädten in den vergangenen Jahren deutlich angezogen.

Sind Immobilien eine gute Geldanlage?

Immobilien gelten nicht als Renditeknüller. Allerdings sind sie gerade in Krisenzeiten Verbraucherexperten zufolge eine solide Geldanlage. Der Wert einer Immobilie ist vergleichsweise sicher - vorausgesetzt, Preis, Qualität und Lage stimmen. In jedem Fall sollte ein Immobilienkauf gut überlegt sein.

Wie finde ich den günstigsten Kredit?

Hier hilft nur ein Vergleich der verschiedenen Anbieter, wobei die Auswahl an Krediten laut Stiftung Warentest derzeit besonders groß ist. Bauherren und Käufer können dafür Vergleichsrechner im Internet nutzen. Auch Verbrauchermagazine und Zeitungen liefern häufig aktuelle Zinskonditionen. Die Hausbank kann ein wichtiger Ansprechpartner sein - ist jedoch nicht immer zwingend die erste Wahl. Ein Anbietervergleich kann teils mehrere zehntausend Euro sparen.

Wie funktioniert ein Baudarlehen?

Kredite für Häuser oder Wohnungen laufen meist über zehn, 20 oder 30 Jahre. Hierbei werden die Zinsen in aller Regel nur für einen begrenzten Zeitraum von mehreren Jahren festgelegt. Läuft diese sogenannte Zinsbindungsfrist ab, verhandeln Bank und Kunde die Verlängerung des Darlehens. Der Bauherr kann dann auch umschulden und zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Verbraucher sollten mehrere Monate vor Auslaufen der Frist neue Angebote einholen. Wegen der historisch niedrigen Zinsen gibt es derzeit auch besonders günstige Anschlusskredite.

Sind die Kreditraten immer festgeschrieben?

An sich werden feste monatliche Raten vereinbart. Baukredite geben oft aber auch das Recht auf Sondertilgung, das heißt die Rückzahlung von Geld zusätzlich zu den vereinbarten Raten. Auch kann ausgehandelt werden, dass der Bauherr die Raten anpassen kann, etwa wenn sich das Einkommen verändert.

Wie viel Geld muss ich selbst aufbringen?

Finanzexperten sehen ein Eigenkapital von 20 bis 30 Prozent des Immobilienpreises als eine solide Basis an. Für ihre angebotenen Top-Zinsen wollen die Banken häufig allerdings 40 Prozent Eigenkapital sehen. Teils sind Banken auch bereit, den vollen Kaufpreis zu finanzieren. Dafür verlangen sie aber oft happige Risikoaufschläge beim Zins.

Gibt es Geld vom Staat?

Bei der staatlichen Förderbank KfW gibt es Darlehen etwa für den Kauf selbstgenutzten Wohneigentums, energieeffizientes Bauen und Sanieren oder auch für altersgerechtes Wohnen. Daneben zahlt der Staat die Wohnungsbauprämie von 8,8 Prozent beim Bausparen. Auch gibt es in Form des sogenannten Wohn-Riesters staatliche Unterstützung für den Kauf selbstgenutzter Immobilien zur Altersvorsorge.

Was passiert, wenn ich arbeitslos oder arbeitsunfähig werde?

Risiken wie diese können mit Versicherungen ganz oder zumindest teilweise abgedeckt werden. So gibt es Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit, Lebensversicherungen oder Restschuld-Versicherungen. Verbraucher sollten sich vor Abschluss einer Police und eines Baudarlehens gut über einen Versicherungsschutz beraten lassen. Die Stiftung Warentest rät zu Versicherungen für den Todesfall.

Die IVG soll über die Umwandlung von Verbindlichkeiten in Eigenkapital saniert werden. Den Ton geben dabei Hedgefonds an, die sich in die Schulden der IVG billig eingekauft hatten. Aber schon bei den gescheiterten Verhandlungen vor der Insolvenz wären die nachrangigen Gläubiger leer ausgegangen. Sie sollten nur - wie die IVG-Altaktionäre - das Recht erhalten, frisches Kapital nachzuschießen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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th235

21.11.2013, 15:31 Uhr

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