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03.03.2011

14:35 Uhr

Für 250 Millionen Euro

„Putins Palast“ wechselt den Besitzer

Eine dem russischen Regierungschef Putin zugeschriebene Luxus-Villa hat überraschend den Besitzer gewechselt. Laut Medienberichten sei „Putins Palast“ einst mit Korruptionsgeldern und „im höchsten Auftrag“ entstanden.

Putin (l.) und Medvedev am Schwarzen Meer: Dort steht auch "Putins Palast". Quelle: dpa

Putin (l.) und Medvedev am Schwarzen Meer: Dort steht auch "Putins Palast".

MoskauDas Anwesen am Schwarzen Meer mit Hubschrauber-Landeplätzen, Spielkasino und Wellness-Oase samt Schwimmbad habe der Geschäftsmann Alexander Ponomarenko gekauft, berichtete die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag.

Putins Sprecher Dmitri Peskow hatte zuletzt eine Verbindung mit der Residenz im Süden Russlands zurückgewiesen. Medien behaupten dagegen, „Putins Palast“ sei mit Korruptionsgeldern und „im höchsten Auftrag“ entstanden.

Der in die USA ausgewanderte St. Petersburger Geschäftsmann Sergej Kolesnikow hatte Kremlchef Dmitri Medwedew in einem offenen Brief aufgefordert, gegen diese Vorteilsnahme im Amt vorzugehen. Dem „Kommersant“ sagte Kolesnikow, der sich nach eigenen Angaben bedroht fühlt, dass Putin auch nach dem Besitzerwechsel der eigentliche Eigentümer des „staatlich bewachten Palastes“ sei. Putin sei clever genug, um selbst keine Spuren zu hinterlassen, hatte Kolesnikow im Fernsehen gesagt.

Bisher war demnach der mit Putin befreundete Unternehmer Nikolai Schamalow als Besitzer der Residenz aufgetreten. Die kremlkritische Zeitung „Nowaja Gaseta“ hatte Dokumente zum Palast mit der Unterschrift eines hohen Staatsbeamten veröffentlicht, nachdem das Präsidialamt jede Verbindung zu dem Bauwerk in Praskowejewka (Gebiet Gelendschik) dementiert hatte.

Außerdem hatte Ruleaks, die russische Version des Internetportals Wikileaks, über die luxuriösen Anwesen von hohen Staatsbeamten teils mit Bildern berichtet. Demnach sollen bei „Putins Prunkbau“, zu dem auch ein Landschaftspark, eine Sportanlage und zwei Theater gehören, insgesamt eine Milliarde Dollar geflossen sein.    

Von

dpa

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