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07.06.2011

13:32 Uhr

Gebäudesanierung

Mieter fürchten die Energiewende

Das Kabinett hat das Herzstück des Energiepakets, die Gebäudesanierung, verabschiedet. Während das Handwerk mit Millioneninvestitionen rechnet, könnten viele Mieter die Energiewende im Geldbeutel spüren.

Die Energiewende kommt, doch vieles ist noch Zukunftsmusik. Quelle: dpa

Die Energiewende kommt, doch vieles ist noch Zukunftsmusik.

BerlinPeter Ramsauer sucht noch Mieter für sein Haus, das mehr Energie produzieren soll, als die Bewohner darin verbrauchen. „Das Haus entsteht in bester Berliner Wohnlage und ist mit allen erdenklichen Innovationen aus der Gebäudetechnik ausgestattet“, rührt der CSU-Bauminister die Werbetrommel. Und verweist auf einen besonderen Anreiz: „Die Familie bekommt die Chance, die neuesten deutschen Elektroautos und E-Fahrräder zu testen.“ Ramsauers Modellprojekt heißt: „Mein Haus, meine Tankstelle“. Mit Solarstrom soll auch noch gleich das Elektroauto vor dem Haus aufgeladen werden. Bis Ende 2011 soll das 130 Quadratmeter große Energie-Plus-Haus in Berlin-Charlottenburg stehen. In Kürze startet ein Aufruf für Familien, die dort wohnen wollen. „Gebäude und Verkehr haben einen Anteil von etwa 70 Prozent am Endenergieverbrauch. Das birgt ein enormes Einsparpotenzial“, betont Ramsauer.

Doch wie vieles bei der Energiewende ist dies noch Zukunftsmusik. Ramsauer will zunächst die Sanierung von Millionen alter Gebäude voranbringen, die nicht nach Maßgabe der Energieeinsparverordnung gebaut worden sind. Zuletzt waren hierfür Mittel gekürzt worden, nun stehen ab 2012 rund 1,5 Milliarden Euro jährlich zur Verfügung, unter anderem für zinsgünstige Kredite der KfW-Bank. Der Bauexperte der FDP-Fraktion, Sebastian Körber, fordert mindestens zwei Milliarden Euro. Zugleich lehnt er es ab, Vermieter zum Sanieren zu verdonnern. Es dürfe „kein Zwang zur energetischen Sanierung entstehen“.

Hauseigentümer sollen aber ab 2012 jährlich zehn Prozent der Sanierungskosten von der Steuer absetzen können. Ramsauer beziffert dieses Volumen an fehlenden Steuergeldern für die nächsten Jahre auf 1,5 Milliarden Euro. Seit Wochen hat hinter den Kulissen eine Lobbyschlacht getobt. Eigentümerverbände wie Haus & Grund, der Mieterbund, das Handwerk, die Dämmindustrie und Gerüstbauer - sie alle sind von der Sanierungsoffensive betroffen. Die Regierung will den Energieverbrauch bis 2020 um bis zu zehn Prozent senken - Studien besagen, dass mit Gebäudesanierungen, einem Austausch alter Geräte und Heizpumpen die Energie von bis zu zehn AKW gespart werden könnte.

Kommentare (5)

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Island

07.06.2011, 14:34 Uhr

Die Sanierung der Wohnungen stößt an ihre Grenzen, die meisten Sanierungsmodelle für die Immobilien werden sich nicht rentieren.

Das bestätigt auch die KFW Bank, nur die Subventionierung durch die Steuerzahler „lohnen“ sich gewisse Projekte.

Dabei ist der Einsatz von Subventionen immer sehr skeptisch zu begleiten weil diese eine Fehlallokation erzeugen und andere Stelle der Volkswirtschaft Arbeitsplätze vernichtet.

Derzeit werden wir Deutschen jedes Jahr 200.000 weniger, das bedeutet das wir weiter Wohnungen abreisen.

Wir haben alleine in Mitteldeutschland seit 2002 über 280.000 Einheiten abgerissen und werden in Zukunft in jedem Jahr zwischen 30.000-50.000 Einheiten abreisen damit der Leerstand sich nicht erhöht.

Das heißt die Sanierung von Wohnungen darf nur in Gegenden erfolgen in den auch in Zukunft Deutsche leben.

Die Berechnungsgrundlage ist die Geburtenrate von uns Deutschen!

Ansonsten reißen wir wieder SANIERTE Häuser ab.

Ich denke das können wir uns nicht mehr leisten!

Klaus

07.06.2011, 16:35 Uhr

Wer bitte kann als Deutscher so blöd sein zu glauben, daß der Ausstieg aus der Kernenergie und die Konvertierung zu erneuerbaren Energien ihn nichts kosten wird. Es wird ein Teil des deutschen Wohlstands kosten in Form höherer Energiepreise, höherer Steuern und natürlich höherer Mieten. Hoffentlich merken die vielen kleinen deutschen Michel bald, was sie sich selbst eingebrockt haben.

Account gelöscht!

07.06.2011, 19:53 Uhr

Der Umbau und die Dämmung kosten auch Energie ! Wieviel Energie frist wohl Steinwolle, wenn Silizium flüssig erhitzt wird und zu Wolle versponnen als Klemm-Filz ? Unmengen an Strom !! Genauso die Herstellung von Solarzellen frist erstmal viel vie Strom.

alles Unsinn, schon weil es immer wärmer wird in Deutschland von Jahr zu Jahr. Die Mauern müssen auch atmen können sonst kämpft man gegen fäulnis und Pilzbefall.

SCHÖNER QUATSCH ALSO. Bald werden uns noch Niedrig-ENergiehäuser aufgezwungen und jeder Furz aus der mizuführenden mobilen Furztüte (das werden die Grünen verlangen !!) muss am Wärmetauscher eingegeben werden und wird dann zur hauseigenen Biogas-Anlage weitergeleitet.

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