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12.12.2014

16:00 Uhr

Hamburger Hafencity

Unibail-Rodamco will 860 Millionen Euro investieren

Eigentlich sollte die Hamburger Hafencity längst zu weiten Teilen bebaut sein. Doch da die Partner in der Krise stecken, ruhen die Arbeiten seit drei Jahren. Nun bringt ein französischer Investor Bewegung in die Sache.

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (links) während einer Sonder-Landespressekonferenz neben dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Hafencity Hamburg, Jürgen Bruns-Berentelg. dpa

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (links) während einer Sonder-Landespressekonferenz neben dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Hafencity Hamburg, Jürgen Bruns-Berentelg.

HamburgDas französische Immobilienunternehmen Unibail-Rodamco will rund 860 Millionen Euro in die Hamburger Hafencity investieren. Laut einem Vertrag mit dem Hamburger Senat übernimmt Europas größtes börsennotiertes Gewerbeimmobilien-Unternehmen künftig die Gesamtentwicklung des südlichen Überseequartiers.

Bislang geplant sind dort fast 230.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, aufgeteilt unter anderem in rund 80.000 Quadratmeter Einzelhandel, etwa 57.000 Quadratmeter Büros und fast 45.000 Quadratmeter Wohnungen, wie die Vertragspartner am Freitag in Hamburg erklärten. Wahrzeichen des unweit der Elbphilharmonie im Hafen gelegenen Gebiets soll ein rund 70 Meter hoher Büroturm des französischen Architekten und Pritzker-Preisträgers Christian de Portzamparc werden.

Ursprünglich hätte das Areal, in dem sich auch die Unilever-Zentrale und ein provisorisches Kreuzfahrtterminal befinden, längst zu weiten Teilen bebaut sein sollen. Doch da die Finanzkrise die Bankpartner des bisherigen Konsortiums – die ING Real Estate und die inzwischen vom niederländischen Staat übernommene SNS – in Turbulenzen gestürzt hatte, ruhen seit Oktober 2011 die Arbeiten.

„Wir haben mit allen getanzt, die weltweit investieren und die Kraft haben, ein so großes Projekt zu stemmen“, sagte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) über die Nachfolgesuche. Viele gebe es da nicht, sagte er – und fügte an: „Wir haben denjenigen ausgewählt, der bereit war, die stadtentwicklungspolitischen Anforderungen zu erfüllen.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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12.12.2014, 17:30 Uhr

Es hatte noch etliche weitere Gründe, daß der Hype im Hafen nachließ.

Erst bemerkten die Anwohner der überteuerten Büros und Wohnungen, daß auch mit dem rußgeminderten Schiffsdiesel die Gardinen schwarz werden. Wer will schon täglich die Wohnung putzen. Den Dieselmief bekommt man damit auch nicht raus.

Dann verließen all die netten Gewerbemieter von Läden, Kneipen und Restaurants den Kiez, weil die Mieten zu hoch, der Zulauf zu gering war.

Schließlich herrschte überwiegend Ödnis am Hafen - und niemand wollte mehr dorthin.
Nur die, die nicht fort können, weil sie Eigentümer sind oder sehr lange Verträge schlossen, sind angeschmiert.

Kein vielversprechendes Investment. Die Hamburger Investoren lassen die Finger davon.

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