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28.01.2005

09:49 Uhr

Handel konzentriert sich auf die hochfrequentierten Top-Lagen

Nur Läden in 1a-Lagen sind noch gefragt

Die Nachfrage nach Einzelhandelsflächen in 1a-Lagen bleibt nach Ansicht von Immobilien-Analysten mit Einschränkungen auch in diesem Jahr gut. „Der Handel konzentriert sich unabhängig von der Stadtgröße auf die hochfrequentierten Top-Lagen“, erwarten die Analysten des auf Einzelhandelsflächen spezialisierten Maklers Kemper’s.

rrl DÜSSELDORF. Gleichzeitig stellen sie einen weiteren Trend fest: „Der Filialisierungsgrad in den Top-Einkaufsmeilen nimmt weiter zu. Große Ketten wie Zara oder H & M können sich die Expansion in Lagen mit hohen Mieten offensichtlich leisten, denn im Unterschied zum Einzelhandelsdurchschnitt stieg ihr Umsatz im vergangenen Jahr.

Die im Verbund DIP Deutsche Immobilienpartner zusammengeschlossenen Makler stellen jedoch fest, dass die 1a-Lagen immer kleiner werden. Die Konsequenz daraus: Weitere Flächen werden zu Nebenlagen und vergrößern dort das Angebot, wo die Vermietungssituation ohnehin immer schwieriger wird. Die Kemper’s Analysten sehen nur einen Ausweg: „Hier und da muss wohl oder übel über neue Nutzungsarten nachgedacht werden.“

Die von DIP mittlerweile festgestellten kurzzeitige Leerstände und Zwischenvermietungen in den Top-Lagen werden gerade von den großen Filialisten zu Standortverbesserungen genutzt. Der Trend zu Standortverbesserungen erklärt auch die relativ hohen Umsätze der Makler von Handelsflächen im vergangenen Jahr. Unter den Filialisten gibt es zudem Gruppen, die ihre Expansion noch nicht abgeschlossen haben. Dazu gehören beispielsweise Drogeriemärkte und auf ein preisgünstiges Sortiment spezialisierte Buchhändler. Die wichtigste Mietergruppe in den Top-Lagen sind jedoch nach wie vor die Textilanbieter. Sie hätten im vergangenen Jahr ihren Umsatz stabilisieren können.

Um die Umsätze der Vermieter ist es offensichtlich weniger gut bestellt. Stabile Mieten gebe es nur noch in kleinteiligen hochwertigen Flächen, stellen die DIP-Experten fest. Dagegen seien die Mieten für größere Flächeneinheiten selbst in Spitzenlagen rückläufig.

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