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05.07.2016

21:34 Uhr

Handelsblatt-CFO-Kongress

Vonovia rechnet mit Vorteilen aus dem Brexit

VonAxel Höpner

Das Wohnungsunternehmen Vonovia sieht sich selbst als Brexit-Gewinner. Das brachte Vorstand Stefan Kirsten auf dem Handelsblatt-CFO-Kongress zum Ausdruck. In Zeiten der Unsicherheit würden Investoren sichere Häfen suchen.

Für den Immobilienkonzern könnte der Brexit Vorteile bringen. dpa

Vonovia

Für den Immobilienkonzern könnte der Brexit Vorteile bringen.

MünchenFür den Wirtschaftsraum Europa findet Vonovia-Vorstand Stefan Kirsten die Entscheidung der Briten für den Brexit bedauerlich. Doch für sein Unternehmen, ist er überzeugt, hat die Entwicklung Vorteile. „Wir korrelieren negativ mit dem Brexit“, sagte er dem Handelsblatt beim CFO-Kongress in München. In Zeiten der Unsicherheit würden Investoren sichere Häfen suchen. Und da seien Immobilien gefragt und die hohe Dividendenrendite der Vonovia.

Die Vonovia ist mit rund 370.000 Einheiten Deutschlands größtes Wohnungsunternehmen. Für die Branche seien derzeit gute Verhältnisse, sagte Sauer. Die Zinsen niedrig, die Unsicherheit groß. Die Vonovia habe zudem ihre Bestände dort, wo die Menschen leben wollen, also unter anderem in den boomenden Ballungsräumen.

Der Wohnungsmarkt sei noch hochfragmentiert. „Und in diesem Markt haben wir uns zum Konsolidierer gemacht.“ Kirsten sieht weiteres Wachstumspotenzial. Man wachse zwar in so einer regulierten Branche nicht 20 oder 30 Prozent im Markt. Derzeit sei Vonovia eine „3-Prozent-Company“ und wolle Richtung 4,5 Prozent gehen. In Sachen Akquisitionen sei in diesem Jahr noch nicht viel gelaufen. Wer nicht verkaufen müsse, der tue dies im Niedrigzinsumfeld nicht. In so einer Situation sei Disziplin gefragt - und daher habe es am Ende mit der Fusion mit Deutsche Wohnen nicht geklappt.

Eine Immobilienblase sieht Kirsten derzeit nicht. Allerdings sei die Entwicklung in München „extrem“. Die Geographie der Stadt lasse kaum eine Expansion zu, zudem dauerten die Genehmigungsverfahren zu lange. „Die Politik reagiert zu langsam.“ Von einer Blase in München wollte er auch mit Blick auf den hohen Zuzugsdruck nicht sprechen. „Blasen erkennt man immer erst im Nachhinein.“ Doch müsse mehr gebaut werden.

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