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20.05.2014

14:53 Uhr

Höhere Nachfrage

Immobilienpreise steigen weiter

Der deutsche Immobilienmarkt wächst und wächst: Sowohl die Nachfrage als auch die Preise ziehen deutlich an. Die regionalen Unterschiede sind jedoch groß. Von einer Blase wollen Experten nicht sprechen.

Immobilien stark nachgefragt

Preise steigen weiter steil nach oben

Immobilien stark nachgefragt: Preise steigen weiter steil nach oben

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BerlinKäufer von Häusern und Wohnungen müssen sich in den kommenden Jahren vielfach auf weiter steigende Preise einstellen. Allerdings wird es künftig auch weiterhin regional sehr große Unterschiede geben, wie der Arbeitskreis der amtlichen Gutachterausschüsse bei der Vorstellung seines 3. Immobilienmarktberichts am Dienstag in Berlin mitteilte.

Damit setze sich ein Trend fort, der bereits in der jüngsten Vergangenheit zu beobachten war: Während in Städten und bevölkerungsstarken Gebieten die Preise häufig sehr stark gestiegen sind, gab es vor allem in ländlichen Regionen Rückgänge von bis zu 15 Prozent. Insgesamt sei der Immobilienmarkt in Deutschland sehr robust. Die Gefahr einer spekulativen Blase in Zeiten niedriger Zinsen sehen die Experten beim „Betongold“ jedenfalls nicht.

Deutschlands teuerste Wohnstraßen

Platz 15

Altestadt (Altstadt), Düsseldorf
Höchstpreise: 13.500 Euro je Quadratmeter

Platz 14

Rottach-Egern, Tegernsee

Höchstpreise: 15.000 Euro je Quadratmeter

Platz 13

Bad Wiessee (Ortsteil Abwinkel), Tegernsee

Höchstpreise: 15.000 Euro je Quadratmeter

Platz 12

Flemingstraße (Bogenhausen-Herzogpark), München

Höchstpreise: 15.000 Euro je Quadratmeter

Platz 11

Große Elbstraße (Hafenrand), Hamburg

Höchstpreise: 15.000 Euro je Quadratmeter

Platz 10

Am Zirkus, Werderscher Markt (Mitte), Berlin

Höchstpreise: 15.000 Euro je Quadratmeter

Platz 9

Harvestehuder Weg (Harvestehude), Hamburg

Höchstpreise: 16.000 Euro je Quadratmeter

Platz 8

Strandpromenade (Juist), Juist

Höchstpreise: 16.400 Euro je Quadratmeter

Platz 7

Maria-Theresia-Straße (Alt-Bogenhausen), München

Höchstpreise: 18.000 Euro je Quadratmeter

Platz 6

Königinstraße, Seestraße, Mandlstraße (Schwabing), München

Höchstpreise: 20.000 Euro je Quadratmeter

Platz 5

Südliche Seestraße (Ostufer Ammerland), Starnberger See

Höchstpreise: 25.000 Euro je Quadratmeter

Platz 4

Müllerstraße (Glockenbachviertel), München

Höchstpreise: 25.000 Euro je Quadratmeter

Platz 3

Heideweg/Heidewinkel, Wiesenweg (Kampen), Sylt

Höchstpreise: 28.000 Euro je Quadratmeter

Platz 2

Ostheideweg (Kampen), Sylt

Höchstpreise: 30.000 Euro je Quadratmeter

Platz 1

Hobokenweg (Kampen), Sylt

Höchstpreise: 35.000 Euro je Quadratmeter

Quelle

Engel & Völkers, Analyse des Luxuswohnimmobilienmarkts 2012/13

Die vorgestellten neuesten Daten beziehen sich auf das Jahr 2012 und wurden auf der Grundlage von rund einer Million Kaufverträge aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengestellt. Demnach stieg der Wert der in Deutschland verkauften Immobilien im untersuchen Zeitraum auf den höchsten Stand seit dem Krisenjahr 2008. Bundesweit wechselten 2012 demnach Immobilien im Wert von 170 Milliarden Euro den Besitzer. Das sei ein Plus von 30 Prozent gegenüber 2009, als sich die Immobilienwirtschaft von der Finanzkrise zu erholen begann. Etwa zwei Drittel der Kaufverträge 2012 betrafen Wohnimmobilien. „Gerade in den Städten wird wieder mehr investiert, das erklärt die deutlichen Steigerungen“, betonte der Sprecher des Arbeitskreises, Siegmar Liebig.

Bei den Preisen für Wohnimmobilien gibt es der Studie zufolge regional sehr große Unterschiede: Diese Tendenz dürfte sich in den kommenden Jahren noch verstärken. Ein Beispiel: Bei freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern in mittlerer Lage bewegt sich der Preis pro Quadratmeter Wohnfläche auf Länderebene zwischen 720 Euro (Sachsen-Anhalt) und 2950 Euro (Hamburg). Am teuersten ist dem Bericht zufolge die Stadt München mit knapp 6100 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von den Landkreisen München mit 5450 Euro und Starnberg 4160 Euro.

Kommentare (16)

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20.05.2014, 15:33 Uhr

wie alt ist die Studie? Kommt da einfach die Jahreszahl 14 statt 13 hin, fertig der alljährige sinnlos Immobilienüberblick?
Als nächstes kommt dann wieder die Top 20 der reichsten Menschen auf der welt, danach die reichsten familieunternehmen, dann mal zur Abwechslung die Kriminalitätsrate von Dtl... schade das ich kein Zeitungsbesitzer bin...

Account gelöscht!

20.05.2014, 15:45 Uhr

Wenn die Guthabenszinsen bis auf nahe 0 sinken, verliert Geld natürlich an Wert. Dementsprechend steigen die in Geld gemessenen Preise für andere Vermögenswerte - wie z.B. Immobilien - natürlich.

Account gelöscht!

20.05.2014, 15:48 Uhr

Meine lieben Kinder. Auch wenn ihr nicht von einer Immobilienblase reden wollt, es IST eine. Und zwar in allen attraktiven Wohngegenden. Und zwar eine saftige. Wenn sich der leicht überdurschnittliche Verdiener nicht mehr seine höchst durchschnittliche Immobilie leisten kann - und das trotz Niedrigstzins - dann IST das eine Blase. Und erzählt mir da keinen vom Storch!

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