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07.12.2015

13:03 Uhr

Immobilien

191 Milliarden Euro für's Haus

Das Wohnen lassen sich die Deutschen immer mehr kosten. Schlechte Nachrichten für ländliche Gegenden: Der Trend zum Ballungsgebiet hält an. Dabei scheint die Wohnungsnot akuter als bislang vermutet.

Vor allem in Großstädten wie Berlin oder München ist das Verlangen nach neuem Wohnraum groß. Die Preise steigen. dpa

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Vor allem in Großstädten wie Berlin oder München ist das Verlangen nach neuem Wohnraum groß. Die Preise steigen.

BerlinIm Jahr 2014 haben sich Wohnungen und Häuser in deutschen Ballungsräumen weiter verteuert. So stellen es amtliche Gutachterausschüsse fest. 2014 seien bundesweit 900.000 Immobilien im Wert von 191 Milliarden Euro verkauft worden, wie die Ausschüsse am Montag nach Auswertung dieser Verträge mitteilten. Die Geldsumme wuchs damit bei etwa gleichbleibender Transaktionszahl gegenüber dem Vorjahr um 7,3 Prozent. Verglichen mit 2009 handelt es sich um einen Zuwachs von knapp 47 Prozent.

„Das konzentriert sich auf die boomenden Großstadtregionen“, sagte Harald Herrmann, der Direktor des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Auf dem Land stagnierten oder sanken die Preise. „Für Städte und Regionen mit steigenden Bevölkerungszahlen erwarten wir weiter steigende Preise“, sagte Siegmar Liebig, Sprecher des Arbeitskreises der Gutachterausschüsse.

Der Andrang von Flüchtlingen hat auf den Bericht noch keine Auswirkungen, weil die Studie nur bis 2014 reicht. Das Bundesinstitut korrigierte jedoch wegen der Zuwanderung seine Wohnungsmarktprognose nach oben: „Inzwischen gehen wir davon aus, dass wir hierzulande statt der zuletzt von uns prognostizierten 270.000 Wohnungen jedes Jahr eher 350.000 bis 400.000 Wohnungen bauen müssen“, sagte Herrmann.

Von

dpa

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