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17.03.2014

13:37 Uhr

Immobilien

Bauboom in Deutschland

Der Immobilienboom kommt auf dem Bau an. Im vergangenen Jahr wurden so viele Wohnungen genehmigt wie seit zehn Jahren nicht mehr. Vor allem in den Metropolen steigen die Nachfrage und die Preise.

Der Bedarf an neuem Wohnraum steigt - insbesondere in Ballungszentren. dpa

Der Bedarf an neuem Wohnraum steigt - insbesondere in Ballungszentren.

BerlinIn Deutschland wurden 2013 so viele Genehmigungen für den Bau von Wohnungen erteilt wie seit zehn Jahren nicht mehr. Experten zufolge reicht das Angebot in boomenden Großstädten wie Berlin aber nicht aus, um die wachsende Nachfrage zu befriedigen. Die Preise für Mieten und Wohneigentum dürften deshalb weiter steigen.

Die Zahl der Baugenehmigungen zog um 12,9 Prozent auf 270.364 an, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. „Das war bereits der fünfte Anstieg in Folge.“ 2012 hatte es ein Plus von 4,8 Prozent gegeben, 2011 sogar von 21,7 Prozent.

Welche deutschen Städte bei Investoren angesagt sind

Umfrage

Welche Städte sind bei Investoren besonders beliebt? Die Daten sind dem Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt von EY Real Estate entommen. Es wurden 15 europäische Immobilienmärkte inklusive Deutschland untersucht. Geantwortet haben insgesamt rund 500 europäische Unternehmen und Investoren. Wortlaut der Frage: „Welche deutschen Standorte stehen im Jahr 2014 besonders in Ihrem Investmentfokus?“

Platz 7

Stuttgart

20 Prozent

Platz 6

Düsseldorf

21 Prozent

Platz 5

Frankfurt

22 Prozent

Platz 4

Hamburg

23 Prozent

Platz 3

München

25 Prozent

Platz 2

Köln

26 Prozent

Platz 1

Berlin

36 Prozent

Wegen der Rekordbeschäftigung, der starken Zuwanderung aus dem Ausland und niedriger Zinsen rechnet die deutsche Bauindustrie mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends. „Der Aufschwung im Wohnungsbau setzt sich fort“, sagte der Sprecher des Branchenverbandes HDB, Heiko Stiepelmann. „Der Bedarf an neuem Wohnraum ist da, vor allem in den Ballungszentren.“ In diesem Jahr dürften 255.000 bis 260.000 Wohnungen fertiggestellt werden - 2013 seien es lediglich 230.000 gewesen.

Allerdings reicht das nach Einschätzung des Marktforschers bulwiengesa - auf dessen Daten sich etwa die Bundesbank stützt - nicht aus. „Es wird immer noch zu wenig gebaut - vor allem in den attraktiven Groß- und Universitätsstädten“, sagte bulwiengesa-Experte André Adami. So habe Berlin in den vergangenen drei Jahren im Schnitt jeweils 40.000 Einwohner hinzugewonnen.

Das entspreche etwa 20.000 Haushalten pro Jahr, während es aber nur gut 10.000 Genehmigungen für neue Wohnungen gegeben habe. Da in vielen Städten meist nur noch in den Außenbezirken gebaut werden könne, zögerten viele Investoren, da sie dort weniger Rendite erzielen könnten als in attraktiven innenstadtnahen Lagen.

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