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23.11.2015

15:35 Uhr

Immobilien

Bausparkassen in der Bredouille

VonFrank Matthias Drost

Die Deutschen führen bei den 21 Bausparkassen rund 30 Millionen Bausparverträge. Doch die Niedrigzinsen bedrohen das Geschäftsmodell der Kassen. Jetzt kommt der Gesetzgeber der Branche entgegen.

Weil Anleger ihre Bauspardarlehen seltener abrufen, geraten Bausparkassen unter Druck. Sie haben Schwierigkeiten, die teils hohen versprochenen Zinsen am Kapitalmarkt zu erwirtschaften. dpa

Baustelle bei den Bausparkassen

Weil Anleger ihre Bauspardarlehen seltener abrufen, geraten Bausparkassen unter Druck. Sie haben Schwierigkeiten, die teils hohen versprochenen Zinsen am Kapitalmarkt zu erwirtschaften.

BerlinBausparen ist in Deutschland weit verbreitet. Die Bundesbürger führen bei den 21 Bausparkassen rund 30 Millionen Bausparverträge. Insgesamt beziffert das Bundesfinanzministerium das Ansparvolumen auf 150 Milliarden Euro.

Doch es gibt Probleme: Viele Bausparer nutzen zwar die relativ hohen Einlagezinsen aus der Vergangenheit. Sie rufen aber die Kredite, die sie sich mit dem Bausparvertrag gesichert haben, nicht ab. Denn die bekommen sie bei der Konkurrenz häufig billiger. Das setzt die Bausparkassen unter Renditedruck. „Wir haben Altlasten zu steuern, die uns massiv unter Druck setzen“, bestätigte ein Vertreter des privaten Bausparkassenverbandes am gestrigen Montag bei der Anhörung eines neuen Gesetzes.

Die Regierung will mit einer Novellierung des Bausparkassengesetzes Druck von den Bausparkassen nehmen. Günstigere Refinanzierung durch die Emission von Hypothekenpfandbriefen sowie Erweiterung der Geschäftsmöglichkeiten lauten die Stichworte.

So sollen Bausparkassen künftig auch auf Bausparmittel, also etwa die Einlagen der Sparer, zurückgreifen können, wenn sie „normalen“ Immobiliendarlehen vergeben. Bislang mussten sie dafür die Märkte anzapfen. Zudem sollen Bausparkassen ihr Risikomanagement verbessern.

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